Archiv für Februar 2010

Giant George – Groesster Hund der Welt

Dann will ich mal nicht so sein.

Eigentlich wollte ich den Hype um Giant George, den neuen Groessten Hund der Welt nicht mitmachen.

Leider bieten aber Google und Co den Suchenden nur zu gerne meinen Artikel ueber Gibson an, enttaeuschend fuer George-Fans.

Und deshalb will ich mal heute nicht so sein. 😉

Django haette eigentlich auch das Zeug zum groessten Hund der Welt gehabt, hat dann aber doch noch vorzeitig das Wachstum eingestellt. 😉

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Tinas Lucky

Tina fragt, nachdem sie die gesundheitlichen Probleme ihres Katers Lucky beschrieben hat:

„Hat jemand von euch Erfahrung mit Allergien bei Katzen?“

Nun, ich erlaube mir, hier meine Meinung zu Luckys Fall zu schreiben und werde Tina natuerlich ueber diese Stellungnahme informieren.

Tina schrieb:

Es wird nicht so einfach, die Ursache der Allergie zu finden. Der Tierarzt sprach davon, das Futter komplett umzustellen. Das Problem ist nur … ich habe ja noch zwei andere Fellnasen und die brauchen das eigentlich nicht – wobei das ja bei Jule noch nicht klar ist. Ich werde also Stück für Stück das Futter weglassen und ausprobieren müssen. Einen ersten Verdächtigen habe ich auch schon. Vor einiger Zeit hatte Jule eine Blasenentzündung und Kristalle im Urin. Der Tierarzt empfahl mir für sie ein Spezialfutter, welches einen positiven Einfluss auf die Kristallbildung haben soll. Die anderen fressen das natürlich auch, ich wüsste auch nicht, wie ich das anders lösen sollte. Das Spezialfutter habe ich mit dem normalen Futter gemischt im Verhältnis 10:3 – also 10 kg normales Futter und 3 kg Spezialfutter.
Da Allergien ja oft nicht sofort auftreten, sondern sich die Allergie allmählich entwickelt, könnte ich mir vorstellen, dass dieses Spezialfutter das ausgelöst hat. Jedenfalls werde ich das als allererstes mal weglassen…

Liebe Tina,

zunaechst einmal solltest du dir die Zusammensetzung der beiden Futter genauer ansehen.
Bei dem „normalen Futter“ handelt es sich um ein Vollextrudat mit der hier verlinkten Zusammensetzung. Guck dir bitte die einzelnen Bestandteile an und frag dich inwieweit sie mit der natuerlichen, artgerechten Ernaehrung einer Katze uebereinstimmen. (Katzen wuerden Maeuse kaufen) 😉

Weisst du, was Lignozellulose ist? 😦
Wuerden Katzen sich ueberwiegend von pflanzlicher Kost ernaehren?

Beachte bitte die lange Liste der Zusatzstoffe. Beim Extrudationsprozess zerstoert die starke Hitzeeinwirkung die natuerlichen Vitalstoffe, die danach in synthetischer Form wieder hinzugesetzt werden.

Leider konnte ich nichts ueber die Zusatzstoffe des „Spezialfutters“ in Erfahrung bringen, ich denke aber die Liste ist aehnlich lang.

Ist abgesichert, dass es sich bei den Kristallen im Urin um Struvitkristalle handelte? Falls es sich naemlich um Oxalatsteinchen handelt, waere dieses Spezialfutter kontraindiziert! Bei Fuetterung mit Trockenfutter kommt es oft zu Problemen mit Harngriessbildung. Wir setzen in diesen Faellen Kraeuter ein, die den pH-Wert nach oben wie nach unten regulieren. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass dafuer Sorge getragen wird, dass die Tiere genuegend trinken, bei Trockenfuetterung ein beinahe unmoegliches Unterfangen.

Gut. Zur Allergie. Die Wahrscheinlichkeit, dass es durch die Fuetterung zu einem allergischem Geschehen gekommen ist, erscheint mir relativ hoch. Wuesstest du durch einen Allergietest, auf welche Nahrungskomponente dein Lucky allergisch reagiert, koenntest du diese weglassen und die Problematik verschwaende fuer kurze Zeit, taucht ein bis zwei Monate danach aber hoechstwahrscheinlich wieder auf. Sicherlich ist eine Futterumstellung fuer all deine Katzen (auch Jule) dringend anzuraten, und zwar in Richtung naturnaher Ernaehrung.

Zusaetzlich ist es allerdings erforderlich, das Darmmilieu in einen stabilen Zustand zu bringen, den Organismus zu entgiften und Leber und Nieren zu staerken. Auch hierfuer bietet die Natur wirksame Heilkraeuter.

Uebrigens, @ deine Kommentatorin Kerstin: mir ist nicht bekannt, dass eine Allergie genauso schnell wieder verschwinden kann, wie sie gekommen ist. Sei mir nicht boese.

Pferde-Boxen und Tierschutz

Heute sehe ich in der Naehe von Herford dieses Schild.

Hahnenkaempfe sind genauso wie Hundekaempfe seit Jahrenden weltweit geaechtet, da sie massiv gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen verstossen. Nur vollkommen verrohte Menschen koennen sich daran delektieren. Geld wird verwettet und gewonnen bei diesem grausamen Schauspiel, zu Recht gehoert so etwas verboten!

Trotzdem gibt es zwielichtige Bevoelkerungsgruppen aus dem halbseidenen Milieu, die in Hinterhoefen, aufgelassenen Fabrikgelaenden und Kellergewoelben diese tierverachtenden Attraktionen veranstalten.

Und jetzt wird oeffentlich fuer Pferdeboxen geworben?

Hat sich der Gesetzgeber darum bisher noch nicht gekuemmert?
Wo findet das statt? In einer Reithalle, im Round Pen oder Paddock?
Wird in unterschiedlichen Gewichtsklassen geboxt?
Ueber wieviel Runden geht ein Kampf?
Werden Wetten abgeschlossen?
Doping?
Braucht der Schiedsrichter eine spezielle Ausbildung und wenn ja, welche?
Hat es schon Todesfaelle gegeben?

Fragen ueber Fragen.

Ich schwoere, wenn ich naechstes Mal in der Gegend zu tun habe, halte ich dort an und dann erwarte ich Antworten.

PS: Fuer sachdienliche Hinweise eurerseits waere ich schon jetzt dankbar.

Cat-Content: Katzenmusik

Katzenmusik

gefunden im Gitarren-Blog
(Lohnt sich uebrigens nicht nur fuer Gitarristen, da ein wenig zu stoebern!)

Wie bitte?

Da bittet uns ein Tierbesitzer um eine telefonische Beratung zum Gesundheitszustand seines dreijaehrigen Hundes und schildert uns, dass dieser Hund:

    schon im Alter von sieben Wochen zu ihm kam,
    aus schlechten Verhaeltnissen stammt,
    massiv verwurmt war,
    unter blutigen Durchfaellen litt,
    waehrend der gesamten drei Jahre nie gesund,
    aber staendig in tieraerztlicher Behandlung war.

Staendige Ohrenprobleme, Juckreiz und wund geleckte Pfoten wurden zunaechst symptomatisch behandelt, danach diagnostizierte der behandelnde Tierarzt anhand einer Blutuntersuchung eine Allergie. Die eingeleitete Desensibilisierung brachte keine Besserung, es folgte der Einsatz von Kortison. Das wurde jetzt wieder abgesetzt, damit ein aufwaendigerer Allergietest gemacht werden kann. Im Augenblick besteht die Behandlung gegen das Aufbeissen der Pfoten darin, ihm Schutzschuhe und einen Kragen anzuziehen.

Seine Ernaehrung besteht jetzt aus gekochtem Pferdemuskelfleisch, gekochten Kartoffeln und synthetischen Vitaminen.

Ueberlegungen, ihn einschlaefern zu lassen, stehen im Raum, deshalb auch der Anruf bei uns.

Wir erklaeren ihm, dass wir den Hund unbedingt selbst untersuchen muessen, aber durchaus Moeglichkeiten sehen, ihm zu helfen. Natuerlich geben wir keine Heilversprechen, das koennen und duerfen wir nicht. Wir koennen nur von unseren Erfahrungen in aehnlichen Faellen berichten, unsere Sichtweise schildern. Entgiftung, Staerkung von Leber und Nieren, Aufbau einer gesunden Darmflora und Regulation des Immunsystems stehen dabei im Vordergrund.

Jetzt muss er das alles noch einmal mit seinem Tierarzt durchsprechen, weil…

Pass auf, was jetzt kommt!

„Der hat uns ja bisher auch immer gut geholfen.“

Heuss sprach ein wahres Wort

„Eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort „Tierschutz“ überhaupt geschaffen werden musste.“

(Theodor Heuss)

gefunden bei: Angiland

Die hat doch keine Floehe!

Meine doch nicht! Alle anderen vielleicht, aber doch nicht meine Maggie!

Maggie ist die Nachkoemmlingin einer Yorkshiredame, die sich von einem nicht naeher bekannten Hundekerl zum undamenhaften Tun verfuehren liess.

Empoert weist Frau Busch, ihre Besitzerin, unsere Frage nach eventuellem Flohbefall zurueck.

Ihr Juckreiz muss eine andere Ursache haben. Allergie erscheint Frauchen ehrenhafter als eine Kontamination mit diesen Plagebiestern.

Sollte uns eigentlich recht sein. Gerade mit sogenannten Futtermittelallergien haben wir oft zu tun und koennen auf diesem Gebiet Ergebnisse vorweisen, die uns mit einem gewissen Stolz erfuellen.

Dennoch…

…wir versuchen immer in ausfuehrlichen Gespraechen mit den Patientenbesitzern moeglichst viel Informationen zu bekommen. So schildert uns Frau Busch, dass Maggie sich nicht nur kratzt, sondern immer wieder ploetzlich in ihr Fell beisst. (!) Unsere weitere Untersuchung zeigt uns keinerlei Hinweise auf ein allergisches Geschehen. Die Huendin hat keinen strengen Geruch, Augen und Ohren sind ohne Befund, keine Hautschuppen, ein gutes Fell, kein uebermaessiger Haarausfall.

Allerdings finden wir auch keine Flohbissstellen auf ihrer Haut. Auch tut uns Maggie nicht den Gefallen, uns eine Kratzvorfuehrung zu geben.

Frau Busch atmet auf, versichert uns noch einmal, dass Maggie gar keine Floehe haben kann, weil 1. ihr Tierarzt keine Floehe gefunden hat und 2. sie von ihrem Tierarzt ein In-das-Nackenfell-zu-traeufelndes-Praeparat erhalten habe, dessen Anwendung einen Floh, der es gewagt haette, Maggie zu belaestigen, auf der Stelle umgebracht haette.

-Sagt Frau Busch- 😉

Zeit, Maggie auf unser weisses Laken zu stellen, sie durchzuknuddeln und Frau Busch zu erklaeren, dass wir den herausrieselnden Dreck, tschuldigung, die herausrieselnden Partikel nun mit Wasser bespruehen und siehe da, wir sehen an einigen Stellen rote Flecken.

Der indirekte Nachweis von Floehen durch Flohkot!

Wir wedeln Frau Busch frische Luft zu und als sie sich vom ersten Schock wieder erholt hat, beruhigen wir sie auch weiterhin, versichern ihr, dass sich auch Hunde aus hygienisch vollkommen unbedenklichen Haushalten mal Floehe auflesen koennen. Schliesslich sind es auch nicht immer Flodders Kinder, die Laeuse haben.

Besonders in diesem kalten Winter sind zahlreiche Haustiere von Flohbefall betroffen. Sie moegen es halt auch muckelig warm.

Dann folgt Aufklaerung darueber, dass es durchaus wirksame Moeglichkeiten gibt, eine Flohpopulation zu eliminieren.

Auch ohne die zweifelhafte, teilweise mit heftigen Nebenwirkungen fuer Tier, Mensch und Umgebung behaftete, chemische Keule einzusetzen.


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