Posts Tagged 'Tierschutz'

Pferde-Boxen und Tierschutz

Heute sehe ich in der Naehe von Herford dieses Schild.

Hahnenkaempfe sind genauso wie Hundekaempfe seit Jahrenden weltweit geaechtet, da sie massiv gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen verstossen. Nur vollkommen verrohte Menschen koennen sich daran delektieren. Geld wird verwettet und gewonnen bei diesem grausamen Schauspiel, zu Recht gehoert so etwas verboten!

Trotzdem gibt es zwielichtige Bevoelkerungsgruppen aus dem halbseidenen Milieu, die in Hinterhoefen, aufgelassenen Fabrikgelaenden und Kellergewoelben diese tierverachtenden Attraktionen veranstalten.

Und jetzt wird oeffentlich fuer Pferdeboxen geworben?

Hat sich der Gesetzgeber darum bisher noch nicht gekuemmert?
Wo findet das statt? In einer Reithalle, im Round Pen oder Paddock?
Wird in unterschiedlichen Gewichtsklassen geboxt?
Ueber wieviel Runden geht ein Kampf?
Werden Wetten abgeschlossen?
Doping?
Braucht der Schiedsrichter eine spezielle Ausbildung und wenn ja, welche?
Hat es schon Todesfaelle gegeben?

Fragen ueber Fragen.

Ich schwoere, wenn ich naechstes Mal in der Gegend zu tun habe, halte ich dort an und dann erwarte ich Antworten.

PS: Fuer sachdienliche Hinweise eurerseits waere ich schon jetzt dankbar.

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Heuss sprach ein wahres Wort

„Eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort „Tierschutz“ überhaupt geschaffen werden musste.“

(Theodor Heuss)

gefunden bei: Angiland

Fertigfutter aus Sicht des Tierschutzes

Via Gerrys Collie-Blog:

Die Arche Noah Tierhilfe betrachtet in einem kritischen, fundierten und in der Argumentation sachlich korrektem Artikel die Fuetterung unserer Hunde und Katzen mit Industriefutter und zeigt Alternativen auf.

Von mir sind bisher 2 Artikel zu diesen Thema erschienen.

Schlappohr

Kaninchen werden oft spontan fuer Kinder gekauft, weil sie soo suess sind und angeblich so leicht zu halten. Allerdings haben sie, wie fast alle kleinen Heimtiere, nur einen begrenzten Unterhaltungswert, der sich in den meisten Faellen darauf beschraenkt, dass sie auf den Arm genommen und gestreichelt werden koennen.

Was bei der Kaninchenhaltung trotzdem geballt schief laufen kann, zeigte uns letzte Woche die Loewenkoepfchenhaesin, die von der total aufgeloesten Mutter dreier Kinder in unsere Tierheilpraxis gebracht wurde.

Sie sei ploetzlich umgekippt und die Besitzerin konnte sich gar nicht erklaeren, warum. Bei ihren Versuchen, sie wieder auf die Beine zu stellen, sei ihr aber aufgefallen, dass sie sehr duenn sei.

Duenn war allerdings nicht ganz der richtige Ausdruck, sie bestand nur noch aus Haut und Knochen.


Ich hoffe, man kann erkennen, wovon ich spreche

Bald war offensichtlich, dass die drei Jahre alte Haesin seit geraumer Zeit nur noch ein Aussenseiterdasein fristete. Draussen in einer Kiste. Sie hatte sich nicht mehr anfassen lassen, war aggressiv geworden, wohl weil sie Junge gekriegt hatte, die allerdings tot geboren wurden. Wie sich herausstellte vom eigenen unkastrierten Bruder, der damals noch lebte, aber inzwischen verstorben ist.

Nein, sie hatte immer genuegend pelletiertes Futter und eine Wasserflasche als Dauertraenke zur Verfuegung.

Unsere Untersuchung ergab: Keine Zahnanomalien, Nahrungsreste im Maul feststellbar, Augen, Ohren und Nase sauber, ohne Sekret, Herzschlag regelmaessig und kraeftig, kaum Muskelwiderstand, kein Durchfall, aber, wie oben gesagt in einem erbaermlichen Ernaehrungszustand.

Wir kennen die Frau inzwischen sehr gut, noch nie machte eines ihrer Tiere einen verwahrlosten Eindruck. Mit diesem Kaninchen lag aber offensichtlich alles im Argen.

Eine schwierige Situation fuer uns.

Wir sagten ihr auf den Kopf zu, dass wir ihre Angaben fuer Schutzbehauptungen hielten und dass wir den Fall normalerweise dem Tierschutz melden muessten, mit der Konsequenz, dass auch die Haltung ihrer anderen Tiere ueberprueft und eventuell in Frage gestellt wuerde.

Wir erklaerten ihr, dass die Ueberlebenschancen der Haesin lediglich bei 15% laegen, aber auch nur, wenn sie in den naechsten Tagen von uns versorgt wuerde.

Die Besitzerin stimmte zu, unsere Anforderungen, die darin bestanden, das Kaninchen regelmaessig zur Ueberpruefung des Gesundheitszustandes bei uns vorzustellen, zu erfuellen, falls es uns gelaenge, es in den naechsten Tagen in einen stabilen Zustand zu bringen. Ansonsten bestuende unsere Androhung, ihr das Kaninchen wegzunehmen, mit allen beschriebenen Konsequenzen.

Wir verabreichten zunaechst ein homoeopathisches Staerkungsmittel, um den Lebenswillen zu erwecken. Es bekam bis in die Nacht hinein alle halbe Stunde natuerliche Mineralstoffe, Vitamine, Aufbaupraeparate und natuerlich Trinkwasser ins Maul verabreicht. Schon nach kurzer Zeit muemmelte es begierig an Karotten, Salat und gutem Heu.

Am naechsten Morgen mussten wir der Loewenkoepfin zunaechst auf die Beine helfen, bis zum Abend machte sie schon den ersten Hoppeler. Und am dritten Tag erkundete sie selbsttaetig das Zimmer und putzte sich zum ersten Mal. Ein kurzfristig auftretender Durchfall verschwand nach wenigen Stunden und wir fanden wieder wohlgeformte Koetel.

Ach ja – waehrend sie bei uns war, zeigte sie nicht das kleinste Anzeichen von Aggression!

Unsere Gewichtsueberpruefung ergab, dass sie innerhalb von vier Tagen immerhin 140g zugenommen hatte. So konnten wir sie, zusammen mit einer Liste von geeigneten Nahrungsmitteln und wiederholten Ermahnungen, an die weinende Besitzerin zurueckgeben. Mal sehen, wie es mit der Muemmeline weiter geht.

Uebrigens erzaehlte uns die Besitzerin noch, sie habe zusaetzlich mit einen Tierarzt gesprochen, der ihr am Telefon erklaerte, das Kaninchen habe einen Schlaganfall erlitten.
Unglaublich, Ferndiagnose via Ferngespraech, dass der das darf!

Darf der das?

Django auf dem Weihnachtsmarkt

Django ist unser Russischer Schwarzer Terrier. Er ist knapp 11 Monate alt und hat eine Schulterhoehe von 76cm. Und er war mit uns 2 Erwachsenen und 3 Kindern auf dem Weihnachtsmarkt. Ganz selbstverstaendlich, finde ich – wir gehen aus, unser Hund kommt mit.
Der Ausspruch einer Dame, die dort mit ihren Kindern ueberfordert unterwegs war, machte mich dann aber doch selbstreflektorisch nachdenklich.
„Och, der Arme!“
Was tat ich unserem armen Hund da an?
Vor dem Ausflug zum Weihnachtsmarkt waren wir mit Tennisball und Komplett-Rudel zwecks Energieabbau und Exkrementation in der Feldflur unterwegs. Danach brachten wir den Armen nicht nach Hause und beliessen ihn dort, sondern wir nahmen ihn mit in die grosse Stadt, die er schon aus anderen Anlaessen kannte. Auch da bereits nicht nur aus der Kombikofferraumperspektive auf der Durchreise und im Parkhaus, sondern als Teilnehmer am Innenstadtleben.
Jetzt also das Ganze! mit Beleuchtung, noch mehr Eindruecken(Favorit war das Kinderkarussell mit den Schaukelpferden), Sound, Geruechen, Menschen, und -anderen Hunden.
Django fand es interessant, war aber trotzdem so entspannt, dass er sich, umrundet von seinem Rudel und somit sicher vor Fussabdruecken anderer Passanten, beim obligatorischen Bratwurstessen in unserer Mitte lang ausstreckte.

Ich denke, er fuehlte sich nicht wie ein armer Hund, lasse aber gerne anderen Meinungen ihren Platz.

Nachtrag:
Er hat allerdings auch ein hartes Training hinter sich – was das Tolerieren von Laerm angeht.

Laermkonditionierung


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