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Sylvesterfeuerwerk: Tiere in Panik

Alle Jahre wieder, veraengstigte Tiere durch die Sylvesterknallerei.

Ich mache es mir mal einfach und weise auf meinen Artikel vom letzten Jahr hin: Feuerwerk

Schon jetzt wuenschen wir euch allen – den Menschen und den Tieren – einen stressfreien Rutsch und ein gesundes 2010.

Euer Tierheilpraktiker-Team vom Pfoetchenidyll

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Aggressivitaet durch Kastration?

Anscheidend nur scheinbar!

Maja ist jetzt knapp zwei Jahre alt. Ihre Besitzer, ich nenne sie mal das Ehepaar Blume, bemerkten voller Sorge eine Veraenderung in Majas Verhalten. Immer oefter zeigte die frueher liebenswerte Huendin deutliche Aggressivitaet.

Mit diesen Symptomen stellten Blumes die Kleine in der Tierarztpraxis vor, in der vor vier Monaten ihre Kastration vorgenommen wurde. Dort wurde Ihnen gesagt, dass nach einem solchen Eingriff das Hormonsystem manchmal dergestalt aus dem Gleichgewicht gerate, dass auch aggressives Verhalten daraus entstehen koenne.

Aehm… sollte eine solche Information nicht besser vor der OP gegeben werden?

Alles kein Problem, eine entsprechende Hormonbehandlung wuerde das schon wieder in Ordnung bringen und sollte moeglichst zuegig begonnen werden. So sagte es ihnen der Tierarzt.

Nun wollten Blumes doch lieber noch unsere Meinung zu Majas Problematik hoeren und stellten die Huendin in unserer Praxis vor.

Ausschliessen kann ich nicht, dass durch Kastration, die sowohl beim Rueden, als auch bei der Huendin einen Eingriff in den Hormonhaushalt darstellt, eine Verhaltensaenderung verursacht wird. Erwuenscht ist dies bekannterweise bei sehr dominanten Rueden.

Erwuenscht – aber keineswegs gesichert.

Bei Maja ging es jetzt zunaechst einmal um die Fallaufnahme. Dafuer nehmen wir uns sehr viel Zeit, wohlwissend, dass einige, fuer uns wichtige, fuer den Tierbesitzer aber belanglose Details erst spaet zur Sprache kommen.

Blumes erzaehlten uns, dass Maja ihr aggressives Verhalten nicht nur bei Fremden, sondern auch bei guten Bekannten, und auch in vertrauter Umgebung zeige. Zahllose Situationen konnten sie auffuehren, in denen Maja durch absonderliches Benehmen aufgefallen war.

In unserem Praxisraum herrscht eine angstfreie Atmosphaere, die Tiere sind normalerweise recht entspannt, nicht so Maja! Uebervorsichtig, ja aengstlich schaute sie sich ueberall um, alles schien ihr unheimlich. Erst nach vierzig Minuten kam sie zur Ruhe.

Maja war ein „reines Nervenbuendel“.

Schliesslich erzaehlte Frau Blume – wir unterhielten uns gerade ueber Majas bevorzugte Umgebungstemperatur und ihre Wasserfreudigkeit – von einem Vorfall am Mittellandkanal, der schon laengere Zeit zurueck lag. Ganz in ihrer Naehe wurde ein Schrotschuss abgefeuert. Keiner, weder Frauchen noch Maja, wusste woher der Knall kam, beide waren sehr beeindruckt.

Erst jetzt wurde uns allen klar, dass hier ein Zusammenhang zu Majas Verhalten bestand. Der zeitliche Ablauf stimmte ebenfalls.

Ich waehlte Bluetenessenzen nach Dr. Bach aus und nach 14 Tagen kam die erleichterte Rueckmeldung von Blumes, dass Maja wieder ganz die „Alte“ war.

Feuerwerk

Ein eindringlicher Appell an alle Tierhalter zu Sylvester: Seid bei euren Tieren! Gebt ihnen Sicherheit, Geborgenheit, den dringend noetigen Rueckhalt, den sie brauchen, wenn es ueberall um sie herum knallt und pfeift, grelle Lichtblitze zucken und Heuler ihnen panische Angst bereiten. Dieses Geschehen betrifft nicht nur Katzen und Hunde, sondern alle Tierarten. Sorgt bitte auch dafuer, dass Pferde eine vertraute Person in ihrer Naehe haben.
Wenn eine Sylvester-Party angesagt ist, koennt ihr eure Haustiere vielleicht bei ihnen vertrauten Freunden oder Verwandten unterbringen. Es gibt auch Tierpensionen und Privatbetreuer, die einen speziellen Service fuer den Jahresuebergang anbieten.
Im Hause oder auch im Stall ist es unter Umstaenden angebracht, eine erhoehte Geraeuschkulisse durch Fernseher oder Radio herzustellen, um die Wirkung der Aussengeraeusche abzuschwaechen.
Schliesslich gibt es noch die Moeglichkeit, eine Ueberreaktion durch Rescuetropfen nach Dr. Edward Bach abzumildern oder vorbeugend mit tropfenweiser Verabreichung von Melisse- und Johanniskrauttinktur zu arbeiten.
Erfahrungsgemaess koennen Tiere, die moeglichst oft mit den verschiedensten Umweltreizen zusammenkommen, will sagen, die am vielseitigen menschlichen Leben teilhaben, besser mit ploetzlich auf sie einwirkenden, psychischen Belastungen umgehen, als von der Umwelt isolierte. Was das Knallen angeht, kann man eine gewisse Gelassenheit antrainieren, indem man dem Tier vermittelt, dass vom In-die-Haende-Klatschen ueber die Kinderspielzeugpistolenplatzpatronen, die erst in grosser Entfernung, dann naeher abgeschossen werden, bis zum Spaziergang in der Naehe eines Wurftaubenschiessstands, keine Gefahr droht. -Sein Mensch reagiert ja auch nicht panisch, sondern bleibt unbeeindruckt.
Schwieriger wird die Gewoehnung an Heuler, die Sylvester ebenfalls zahlreich gezuendet werden. Hier gilt das oben Gesagte. Lasst eure Tiere an den unterschiedlichsten Facetten des Lebens teilhaben und vermittelt ihnen das Gefuehl, dass sie nichts zu befuerchten haben. Es gehoert zum Leben und ist normal.

Wir wuenschen euch allen – den Menschen und den Tieren – einen stressfreien Rutsch und ein gesundes 2009.

Euer Tierheilpraktiker-Team vom Pfoetchenidyll


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