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Illegale Entsorgung von Weihnachtsgansabfaellen, die Xte

Wenig begeistert war der Mitarbeiter des Veterinaeramts in Nienburg von meinem Anruf. Er konnte sich allerdings schon denken, um was es ging, als ich ihn fragte, ob ich bei ihm richtig sei, um wieder einmal die illegale Entsorgung von Gefluegelabfaellen zu melden.

Wenig spaeter rief dann die Polizei bei mir an. Sie wollten nur sicher gehen, dass die Abfaelle wieder an der bereits genuegend bekannten Stelle abgeladen wurden, um einen entsprechenden Auftrag an den Bauhof zu geben. Die Jungs werden wohl morgen wieder ausruecken, um den Wald zu putzen.

Sprach ich im letzten Artikel davon, wie unglaublich tolerant ich inzwischen bin?

War gelogen!

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Im Wald tut sich was

War es mein Anruf beim Veterinaeramt?

Am Tag danach hatten die Heinzelmaennchen jedenfalls alles weggeraeumt. All die Gaenseabfaelle sind aus dem Waldstueck entfernt worden, nur ein paar leere Plastiktueten liegen noch im Laub verstreut herum. Eine zurueckgelassenen Forke zeugt, an eine Buche gelehnt, von der vorangegangenen Aktion. Hoffentlich muss sie nicht noch einmal zum Einsatz kommen.

Ich werte diesen Vorgang erst einmal als Erfolg.

Wenigstens zeigt sich hier der Willen, das durch die illegale Entsorgung der Schlachtabfaelle entstandene Problem ernst zu nehmen.
Auch in Richtung Verursacher wird damit ein Zeichen gesetzt. Wenn er nach dem naechsten Wochenende seine persoenliche Freiluft-Abdeckerei aufsucht und sieht, dass diesem Ort so viel Aufmerksamkeit zuteil geworden ist, sollte er mal darueber nachdenken, ob er sich nicht laengst unter Beobachtung befindet und dementsprechend handeln.

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Immer wieder montags

Puenktlich nach dem Wochenende werden die Gaenseabfaelle im Wald abgeladen. So auch heute wieder.

Da kann einem doch wirklich der Kragen platzen.

Ich verschone euch heute mal und stelle keine unappetitlichen Fotos ein, werde aber nicht muede, mich noch einmal an die Polizei zu wenden.

Nachtrag:

Der Polizist, der heute an der Rezeption sass, wusste nicht wirklich etwas ueber die Angelegenheit, hat sich aber meinen Namen, Adresse und Telefonnummer vorsichtshalber noch einmal notiert.

Seine Bemerkung, ich koenne nicht erwarten, dass dort ein WaldWachtmeister abgestellt wuerde, um aufzupassen, veranlasste mich, wieder daheim, beim Veterinaeramt in Nienburg anzurufen.

Eine nette Dame erklaerte sich fuer illegale Schlachtabfallentsorgung in deutschen Waeldern zustaendig, hoerte mir interessiert zu, hatte noch keine Nachricht der Polizei erhalten, aber schon in der Presse davon gelesen, wunderte sich, dass niemand sich um die Entsorgung der illegal entsorgten Abfaelle kuemmert, kuemmert sich jetzt selbst darum und hat sich schliesslich vorsichtshalber meinen Namen, Adresse und Telefonnummer notiert.

Mal sehen, wie es weitergeht.

Alle bereits zu diesem Thema erschienenen Artikel findet ihr hier.

Schlachtabfall wird oeffentlich

Die Polizei hat sich nun in Sachen „Kuechen- und Schlachtabfallentsorgung in heimischen Waeldern“ ueber die Presse an die Oeffentlichkeit gewandt.

Der unten abgebildete Artikel erschien am 6.12. im „Blickpunkt zum Sonntag“ fuer den Landkreis Nienburg.

Hoffentlich fuehrt das nicht nur zu einer Verlagerung der Abladestelle in unwegsamere Gefilde.

Die Vorgeschichte findet ihr hier und hier

Eine unendliche Geschichte?

Es passiert gar ueberhaupt nichts. Dienstag konnte musste ich wieder ein paar aktuelle Fotos schiessen.

Abgepulte Gansgerippe,

Gaensefett, Innereien, Haelse und Fluegel,

oft noch in Plastiktueten

Habe noch einmal bei der Polizei nachgefragt. Sie war schon vor Ort, hat noch nicht mit dem Jagdpaechter gesprochen, will sich aber an die oertliche Presse wenden, die dann der Oeffentlichkeit Bericht erstattet und um sachdienliche Hinweise bittet.

Offenbar ist auch niemand fuer die weitere Entsorgung zustaendig, kein Ordnungsamt, keine Veterinaerbehoerde, kein Jagdpaechter, kein Waldbesitzer – ich uebrigens auch nicht.

Niemand ausser: Bussarde, Wildschweine, Kraehen, Fuechse und Ratten.

Martinsgaense, Weihnachtsgaense und tote Bussarde

Django gab mir den ersten Hinweis im November des letzten Jahres.

In der Naehe eines Waldweges lagen mehrere Plastiktueten, teilweise aufgerissen. Um sie herum verteilt fand ich mehrere Skelette von gekochtem, grossen Gefluegel. In Anbetracht der Jahreszeit -am Abend vorher hatten uns Scharen von „Martin, Martin ist ein frommer Mann“ -singenden Kindern mit ihren zarten Stimmchen beglueckt- nehme ich mal an, dass es sich um die Gebeine von Gaensen handelte.

Damit nicht genug: Schon am naechsten Tag kamen rohe, entfederte Fluegel hinzu, nicht zwei, drei, sondern zwanzig, dreissig. Das setzte sich in den naechsten Wochen so fort. Inzwischen flogen auch jedes Mal, wenn wir uns naeherten, bis zu zehn Bussarde auf, die dann unweit in den Baeumen warteten, bis wir uns wieder entfernt hatten. Im Schutze der Dunkelheit werden sich sicher auch Fuechse und Wildschweine an der Entsorgung der Kuechenabfaelle beteiligt haben.

Ein paar Tage spaeter lag der erste tote Bussard im Wald, keine zehn Meter von der Abladestelle entfernt.

Ich bin dann mal zur oertlichen Polizeidienststelle gefahren, deren Beamter sich sehr interessiert gab und versprach, die Sache weiterzuleiten.

Im Wald tat sich nichts in der naechsten Zeit, auf jeden Fall nichts Positives. Die Gefluegelabfaelle wurden in unregelmaessigen Abstaenden vom grossen Unbekannten aufgefuellt, die tierischen Waldbewohner bedienten sich, die Plastiktueten wurden von Wind und Wild in der naeheren Umgebung verteilt, sechs Altreifen kamen hinzu und kurz vor Weihnachten lag der zweite tote Bussard im Wald, keine dreissig Meter entfernt.

Ich bin dann noch einmal zur Polizeidienststelle gefahren und die waren nicht untaetig geblieben, dem Ordnungsamt hatten sie Bescheid gesagt und konnten sich gar nicht vorstellen, dass sich noch niemand drum gekuemmert hatte.

Zwei Tage spaeter waren die Altreifen fortgeschafft und im Umkreis von ungefaehr zehn Metern lagen keine Plastiktueten mehr.

Innerhalb von ein paar Tagen wurden dann wieder abgekochte Gerippe und rohe Fluegel abgeladen, diese stammten jetzt wohl nicht von Martinsgaensen, sondern von Weihnachtsgaensen. Ich haette mir eine Abwechslung anderer Qualitaet gewuenscht.

Zu Beginn des neuen Jahres war der Spuk dann vorbei.

Heute war ich mit Django mal wieder in dem Waldstueck unterwegs. Als wir uns der altbekannten Stelle naeherten, flogen zwei Bussarde auf.

Ja klar, wir hatten wieder Martinstag!

Ich bin mir nicht sicher, ob die Polizei der richtige Ansprechpartner ist, aber wer ist sonst zustaendig?

Ich moechte keine toten Bussarde mehr finden!


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