Archiv für Dezember 2008

Feuerwerk

Ein eindringlicher Appell an alle Tierhalter zu Sylvester: Seid bei euren Tieren! Gebt ihnen Sicherheit, Geborgenheit, den dringend noetigen Rueckhalt, den sie brauchen, wenn es ueberall um sie herum knallt und pfeift, grelle Lichtblitze zucken und Heuler ihnen panische Angst bereiten. Dieses Geschehen betrifft nicht nur Katzen und Hunde, sondern alle Tierarten. Sorgt bitte auch dafuer, dass Pferde eine vertraute Person in ihrer Naehe haben.
Wenn eine Sylvester-Party angesagt ist, koennt ihr eure Haustiere vielleicht bei ihnen vertrauten Freunden oder Verwandten unterbringen. Es gibt auch Tierpensionen und Privatbetreuer, die einen speziellen Service fuer den Jahresuebergang anbieten.
Im Hause oder auch im Stall ist es unter Umstaenden angebracht, eine erhoehte Geraeuschkulisse durch Fernseher oder Radio herzustellen, um die Wirkung der Aussengeraeusche abzuschwaechen.
Schliesslich gibt es noch die Moeglichkeit, eine Ueberreaktion durch Rescuetropfen nach Dr. Edward Bach abzumildern oder vorbeugend mit tropfenweiser Verabreichung von Melisse- und Johanniskrauttinktur zu arbeiten.
Erfahrungsgemaess koennen Tiere, die moeglichst oft mit den verschiedensten Umweltreizen zusammenkommen, will sagen, die am vielseitigen menschlichen Leben teilhaben, besser mit ploetzlich auf sie einwirkenden, psychischen Belastungen umgehen, als von der Umwelt isolierte. Was das Knallen angeht, kann man eine gewisse Gelassenheit antrainieren, indem man dem Tier vermittelt, dass vom In-die-Haende-Klatschen ueber die Kinderspielzeugpistolenplatzpatronen, die erst in grosser Entfernung, dann naeher abgeschossen werden, bis zum Spaziergang in der Naehe eines Wurftaubenschiessstands, keine Gefahr droht. -Sein Mensch reagiert ja auch nicht panisch, sondern bleibt unbeeindruckt.
Schwieriger wird die Gewoehnung an Heuler, die Sylvester ebenfalls zahlreich gezuendet werden. Hier gilt das oben Gesagte. Lasst eure Tiere an den unterschiedlichsten Facetten des Lebens teilhaben und vermittelt ihnen das Gefuehl, dass sie nichts zu befuerchten haben. Es gehoert zum Leben und ist normal.

Wir wuenschen euch allen – den Menschen und den Tieren – einen stressfreien Rutsch und ein gesundes 2009.

Euer Tierheilpraktiker-Team vom Pfoetchenidyll

Advertisements

Odyssee

Allergien spielen in der heutigen Zeit als zu den Zivilisationskrankheiten gehoerende Gesundheitsbeeintraechtigungen eine zunehmend dramatische Rolle, sowohl beim Menschen, wie auch beim Tier. Weit mehr als die Haelfte aller bei uns vorgestellten Hunde leidet darunter und ihr Leidensweg fuehrte sie oftmals ueber Jahre von einer Tierarztpraxis zur anderen, sie haben alle moeglichen und unmoeglichen Behandlungsmethoden hinter sich, wurden mit Kortison und Antibiotika, inneren und aeusseren Parasitengiften behandelt, sie haben zahlreiche Futterumstellungen hinter sich und gelten schliesslich als schulmedizinisch austherapiert. Die meisten Tierbesitzer stimmen dann schweren Herzens ihrem Tierarzt zu, der ihnen vorschlaegt, den Hund endlich von seinem Leiden zu erloesen. Ich moechte nicht wirklich wissen, fuer wie viele Hausgenossen die Odyssee ein solches Ende nahm.

Einige landen auch bei uns, weil die Besitzer der Meinung sind, dass ein letzter Versuch mit einer Tierheilpraxis jetzt ja auch nicht mehr schaden kann.

Ein solcher Kandidat ist „Jumper“, ein fast drei Jahre alter Labradorruede, dessen erste Symptome schon vor zwei Jahren auftraten. Seine Besitzer haben sich entschlossen, ihn fuer die Therapie bei uns zu lassen.
Er war wirklich in einem schlimmen Zustand, trotz reichlicher Futtergaben abgemagert, verstroemte er einen ausgesprochen unangenehmen Geruch und litt unter quaelendem Juckreiz. Seine Haut schuppig mit entzuendeten Stellen, an den Seiten fast kahl.
Jumper1
Wir stellten abermals sein Futter um, arbeiteten mit einer Kraeutertherapie an der Entgiftung des Organismus, brachten den gestoerten Stoffwechsel ins Gleichgewicht, foerderten das Immunsystem und unterstuetzten den gesamten Gesundungsprozess mit der Horizontal-Therapie. Die HT beschleunigte in diesem Fall insbesondere die Entgiftung und regulierte den Stoffwechsel.

Am 28.12., also gestern, ist dieses Foto entstanden.
Jumper2
Heute besteht immer noch ein leichter Juckreiz, der aber nicht mehr zwanghaft ist, auch sind die Haare noch nicht vollstaendig wieder nachgewachsen, wir sind aber insgesamt sehr zufrieden und die Besitzer hoffentlich auch, wenn sie ihren Hund demnaechst wieder zu sich nehmen.

Anmerkung: Es gibt Faelle, in denen es sinnvoll erscheint, das Tier stationaer bei uns behandeln zu lassen, z.B. wenn der Wohnort des Tierbesitzers zu weit von unserer Praxis entfernt ist und wir taegliche Behandlungen vornehmen muessen, wie bei der Horizontal-Therapie. Auch kann es sein, dass wir uns mit unserer Therapie erst an das Tier heran tasten muessen, Reaktionen beobachten muessen, bevor wir die Dosierung eines bestimmten Mittels festlegen koennen. Ebenso kann es sein, dass es dem Besitzer nicht moeglich ist, sich die notwendige Zeit fuer das Tier zu nehmen. Wenn es sich um ein vertraegliches Tier handelt – es sollte nicht aggressiv gegen unseren Django, unsere Wohnungseinrichtung und uns selbst sein – wird es waehrend seines Aufenthalts bei uns in unsere Hausgemeinschaft aufgenommen.
Es muss ja nicht gleich Liebe sein. 😉
Keine Liebe
Fuer alles, was zu diesem Artikel noch unklar geblieben ist, steht die Kommentarfunktion zur Verfuegung!

Notfall

An den Feiertagen war es naturgemaess ruhig bei uns.

Bis auf einen „Notfall“.

Anruf bei uns am 25. 12., 19:50 Uhr:
„Entschuldigen Sie, dass ich heute bei Ihnen anrufe, aber ich kann keinen Tierarzt erreichen. Unser Hund hat Fieber, zittert am ganzen Koerper und hat eitrigen Ausfluss aus den Augen. Kann ich zu Ihnen kommen?“

Na klar, sollte sie sogar. Der Weg war nicht weit aus dem Nachbarort in 15 km Entfernung. Sie wusste, wo unsere Praxis ist. So konnten wir schon mal runter gehen, kurz durchheizen und unser Abendessen spaeter fortsetzen. Nachdem wir alles vorbereitet hatten, warteten wir, und warteten…

Wir haben den Notfall und sein Frauchen bis jetzt nicht kennen gelernt, inzwischen aber das Essen fortgesetzt!

Umzug

Nachdem ich am 12. Dezember unseren Blog veroeffentlicht hatte (schnell, schnell) haben wir bemerkt, dass die 1&1-Version, also ein abgespeckter WordPress-Blog, nicht unsere Erwartungen erfuellte.
Also bei WordPress selbst einen neuen Blog geholt und die Inhalte aus dem alten in den neuen kopiert. Ich habe alle Artikel und die Kommentare dazu heruebergeholt – waren ja auch nicht soo viele. 😉
Torsten und Sammysfutterschuessel (-jaa, hier haette auch euer Name stehen koennen!) werden sich ganz bestimmt wiederfinden, allerdings ist nicht mehr das urspruengliche Datum der Eintraege sichtbar, sondern das vom 24.12., weil ich die Uebertragung Heiligabend vorgenommen habe.

Nachtrag:

28.12.08 heute habe ich doch noch die urspruenglichen Veroeffentlichungsdaten der Artikel und Kommentare auf den korrekten Stand gebracht.

Frohe Weihnachten

Euch und euren Tieren wuenschen wir eine besinnliche, stressfreie und froehliche Weihnachtszeit.

Ulli & Mandy

Django auf dem Weihnachtsmarkt

Django ist unser Russischer Schwarzer Terrier. Er ist knapp 11 Monate alt und hat eine Schulterhoehe von 76cm. Und er war mit uns 2 Erwachsenen und 3 Kindern auf dem Weihnachtsmarkt. Ganz selbstverstaendlich, finde ich – wir gehen aus, unser Hund kommt mit.
Der Ausspruch einer Dame, die dort mit ihren Kindern ueberfordert unterwegs war, machte mich dann aber doch selbstreflektorisch nachdenklich.
„Och, der Arme!“
Was tat ich unserem armen Hund da an?
Vor dem Ausflug zum Weihnachtsmarkt waren wir mit Tennisball und Komplett-Rudel zwecks Energieabbau und Exkrementation in der Feldflur unterwegs. Danach brachten wir den Armen nicht nach Hause und beliessen ihn dort, sondern wir nahmen ihn mit in die grosse Stadt, die er schon aus anderen Anlaessen kannte. Auch da bereits nicht nur aus der Kombikofferraumperspektive auf der Durchreise und im Parkhaus, sondern als Teilnehmer am Innenstadtleben.
Jetzt also das Ganze! mit Beleuchtung, noch mehr Eindruecken(Favorit war das Kinderkarussell mit den Schaukelpferden), Sound, Geruechen, Menschen, und -anderen Hunden.
Django fand es interessant, war aber trotzdem so entspannt, dass er sich, umrundet von seinem Rudel und somit sicher vor Fussabdruecken anderer Passanten, beim obligatorischen Bratwurstessen in unserer Mitte lang ausstreckte.

Ich denke, er fuehlte sich nicht wie ein armer Hund, lasse aber gerne anderen Meinungen ihren Platz.

Nachtrag:
Er hat allerdings auch ein hartes Training hinter sich – was das Tolerieren von Laerm angeht.

Laermkonditionierung

Gaestebuch

Liebe Leser,

an dieser Stelle habt ihr die Gelegenheit, euch ueber uns, unsere Praxis und unsere Arbeitsweise auszulassen, sowie eigene Themen einzubringen. Am liebsten sind uns natuerlich hemmungslos uebertriebene Lobhudeleien, aber auch kritische Anmerkungen und konstruktive Kritik sind willkommen.

Einfach unten Nicknamen und e-mail-Adresse, optional auch Homepage eintragen und los geht’s.


Rubriken

Dezember 2008
M D M D F S S
    Jan »
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031