Hundesteuer? – Pferdesteuer!

Hundesteuer war gestern:

Z.Zt. läuft eine Initiative zur Abschaffung der Hundesteuer.

 

Heute ist Pferdesteuer:

Gerade hörte ich im Autoradio, dass Niedersachsen erwägt, eine Pferdesteuer einzuführen. Im Gespräch sind 750,00€ pro Pferd und Jahr.
Ulli

Hinzugefügt:
Eine Petition gegen die Pferdesteuer ist bereits gelaufen, es kamen 12495 Unterschriften zusammen.

Hier gibt es noch eine Möglichkeit gegen eine Pferdesteuer zu stimmen.

Pony von LKW erfasst

Durch unseren Ort führt eine Bundesstraße, schön breit mit Fuß- und Fahrradweg in beiden Richtungen. Wenn mal ein blau-silberner Passat irgendwo parkt oder ein kleiner schwarzer Kasten auf einem Stativ am Straßenrand steht, fahren die meisten mit angemessener Geschwindigkeit.

Sonst nicht!

Nie!

Gestern hat es das Pony unseres Nachbarn erwischt. Auf gerader Strecke. Direkt vor unserer Haustür.

Es hatte sich beim Umhüten auf einen anderen Teil der Weide mitsamt Führstrick der Einwirkung unseres Nachbarn entzogen und war auf die Bundesstraße gelaufen. Ein LKW hat es frontal erfasst und etliche Meter vor sich her geschoben. Das Pony war sofort tot.

Der Besitzer ist auch heute noch völlig fertig, sein Sohn macht ihm verbittert Vorwürfe. Sicherlich hat er versäumt, das Grundstück zusätzlich abzusichern, war vielleicht abgelenkt, wie auch immer…all das macht das Pony nicht wieder lebendig.

Für mich stellt sich eine andere Frage:

Wie kann es einem Berufskraftfahrer, der mit maximal 60 km/h eine geradeaus führende, breite Bundesstraße befährt, passieren, dass er aus seiner Fahrerposition, die sich etwa einen halben Meter über meiner Körpergröße befindet, am hellem lichten Tag ein dunkelbraunes Tier mit einem Stockmaß von ca. 1,60 m und 250 kg Körpergewicht derart übersieht, dass er nur eine Bremsspur von 80 cm zieht, das Pferdchen aber ungefähr 10 m vor sich her schiebt, bevor er zum Stillstand kommt?

Das Pony ist übrigens nicht plötzlich aus einer Seitenstraße oder hinter einem Haus hervor gehuscht, sondern befand sich nach Aussage des vorher fahrenden Autofahrers bereits auf der Straße!

Klar hat der Besitzer die Verantwortung für sein Tier. Aber die Polizei hat sich weder den Fahrtenschreiber des LKW-Fahrers zeigen lassen, noch haben sie irgendwelche Bremswege ausgemessen. Kaum vorstellbar, dass man als aufmerksamer Fahrer, bei vorschriftsmäßiger Fahrweise mit einem Überblick aus gut 2,50 m Augenhöhe nicht rechtzeitig zum Stehen kommen kann.

Wildschadensverhütung

Bundesjagdgesetz

VII. Abschnitt
Wild- und Jagdschaden

1. Wildschadensverhütung

§ 26
Fernhalten des Wildes

Der Jagdausübungsberechtigte sowie der Eigentümer oder Nutzungsberechtigte eines Grundstückes sind berechtigt, zur Verhütung von Wildschäden das Wild von den Grundstücken abzuhalten oder zu verscheuchen. Der Jagdausübungsberechtigte darf dabei das Grundstück nicht beschädigen, der Eigentümer oder Nutzungsberechtigte darf das Wild weder gefährden noch verletzen.

Versuchen kann man es ja mal!

Krümel

Krümel, ein kleines Kätzchen, dass wir schon seit seinen ersten Lebenstagen kennen, kommt, von seiner gesamten Menschenfamilie begleitet, am Tag vor Silvester in unsere Praxis. Sein Zustand ist erschreckend. Apathisch liegt er auf seiner Decke, die Augen geschlossen.

Seine Geschichte ist schnell erzählt:

Er frisst seit ein paar Tagen nichts mehr. Wiederholtes schwallartiges Erbrechen von Flüssigkeit und sein desolater Zustand veranlassten seine Familie am Tag zuvor, ihn in die nahe gelegene Tierklinik zu bringen. Er blieb dort über Nacht und am Vormittag hatten sie ihn zurück nach Hause geholt. Die TÄ der Klinik beruhigten sie über seinen Zustand, sie hätten ihm Spritzen gegeben und in heimischer Umgebung würde er schon bald wieder fressen.

Am Nachmittag hatte er immer noch nichts gefressen und sein Zustand wurde nicht besser. So brachten sie ihn zu uns.

Total dehydriert, hochgezogene Hautfalten blieben aufgerichtet, das Kätzchen war in einem solch erbärmlichen Zustand, dass ich die Besitzer darüber informierte, sie müssten mit dem Schlimmsten rechnen. Wir empfahlen, ihn schnellstmöglich wieder zur Tierklinik zu bringen. Das lehnten die Besitzer ab.

Nun hatten wir den „Schwarzen Peter Krümel“.

Unsere weiteren Fragen zur Vorbehandlung konnten nur leidlich beantwortet werden. So sollte er wohl eine Infusion bekommen haben, eine Aufbauspritze, sowie ein Medikament zur Anregung der Darmfunktion. Welche Diagnosemöglichkeiten benutzt wurden, konnten wir nicht erfahren.

Jedenfalls mussten wir schnell handeln! Als erstes galt es seinen Flüssigkeitshaushalt in Ordnung zu bringen. Wenn überhaupt eine Infusion gegeben wurde, so war die Menge in keiner Weise ausreichend, den Normalzustand herzustellen. Uns ist schleierhaft, wie die Verantwortlichen den Patienten in diesem Zustand aus der Obhut der Klinik entlassen konnten.

Die Flüssigkeitszufuhr begann langsam zu wirken. Lebenskraft zeigte sich in seinen Augen. Die verkrampfte Bauchmuskulatur entspannte sich.

Mandy versorgte ihn in den nächsten Stunden über den Tropf und gab ihm Geborgenheit.

Grundsätzlich übernehmen wir Diagnosen nicht ungeprüft. Auch in diesem Fall stellten wir eine einfache Verstopfung in Frage. Wenn ein Tier keine Nahrung und kein Wasser aufnimmt, sich immer wieder erbricht, schließlich nur noch Flüssigkeit hoch kommt und dieses zu einer lebensbedrohlichen Austrocknung führt, weist dies auf einen Darmverschluss hin. Hervor gerufen durch eine Darmverschlingung oder durch einen abgeschluckten Fremdkörper.

Irgendwann, so gegen 5:00 Uhr weckte mich Mandy:

„Fühl mal!“

Sie hatte eine Diagnosemöglichkeit eingesetzt, die Palpation, die in der modernen Medizin beinahe in Vergessenheit zu geraten scheint und eine deutliche Verdickung im Darm ertastet. Eindeutig ein Fremdkörper! Nicht beweglich, nicht verformbar. Krümels Zustand hatte sich inzwischen wesentlich verbessert, er stand selbstständig auf und konnte sogar gehen. Sein Hautturgor war wieder normal, wir hatten ein Kätzchen mit wachen Sinnen vor uns. In diesem Zustand konnte er unserer Meinung nach die dringend notwendige Operation überstehen, gestern hätten wir das ernsthaft bezweifelt.

Die Besitzer wurden benachrichtigt und brachten ihn in die Tierklinik, die vorher schon informiert wurde. Die Operation verlief unproblematisch und wer möchte, darf sich jetzt das Corpus delicti ansehen, das Krümel beinahe umgebracht hätte:

Er hatte mit der Kordel einer Trainingshose gespielt und einen Teil davon verschluckt

Krümels Menschen, die in der Klinik vorsichtig ihren Unmut über die vorangegangene „Behandlung“ der dortigen TÄ geäußert hatten, wurden noch darüber aufgeklärt, dass sie den Zustand des Kätzchens nicht kompetent genug geschildert hätten.

Ganz klar! Die Tierbesitzer sind schuld! Hätten die gleich die richtige Diagnose mitgebracht, hätten die TÄ schon früher richtig gehandelt!

Eine Tier-Klinik, ausgerüstet mit den modernsten Apparaten der Medizintechnik, ist nicht in der Lage, einen lebensbedrohlichen Zustand als solchen zu erkennen, stellt eine Fehldiagnose, weil sie es nicht für nötig hält, die zur Verfügung stehenden Diagnosemöglichkeiten zu benutzen. Sie haben den Darmverschluss durch einen Fremdkörper wie eine einfache Verstopfung behandelt, die Austrocknung nicht annähernd zufriedenstellend behandelt und sie haben einen todkranken Patienten, begleitet von beruhigenden Worten, in die Obhut seiner verzweifelten Menschen entlassen.

Nur dieser Verzweiflung und dem weiteren verantwortungsbewussten Handeln dieser Menschen hat Krümel sein Leben zu verdanken. Hätten sie nach den Anweisungen der Tierklinik gehandelt, wäre Krümel in den nächsten 10 Stunden nach seiner Entlassung gestorben.

Die meisten seiner sieben Leben hatte er bereits verbraucht!

Klonschnitzel

15 Jahre sind seit Dolly, dem Klonschaf vergangen. 3Sat berichtete heute Abend um 20:15 über das Klonen von Schlachttieren.

Fleischproduktion ist auf der ganzen Welt ein Wirtschaftszweig, der ökonomisch funktionieren muss. Ein guter Zuchtbulle oder -eber ist viel Geld wert, seine produktive Lebenszeit ist allerdings begrenzt. Was liegt also näher, als ihn zu klonen? Ebenso ist es mit einer Zuchtkuh oder -sau.

In den USA ist diese Vermehrungstechnologie weit verbreitet und niemand regt darüber auf. Viehhändlern und Verbrauchern ist es schlichtweg egal, woher das Fleisch stammt, das sie kaufen und essen.

Anders in Europa und speziell in Deutschland! Man möchte kein Fleisch geklonter Tiere, verlangt Kennzeichnungspflicht, hat ethische Einwände.

Was tun? Samen von Zuchtmännchen wird weltweit gehandelt, es ist unmöglich festzustellen, ob er von bereits geklonten Tieren stammt. Der Verbraucher kann ohnehin nicht unterscheiden, ob das Fleisch von geklonten Tieren stammt oder nicht.

Die erwähnten USA, aber auch Argentinien und Brasilien arbeiten mit Klontieren und exportieren das Fleisch – auch nach Europa.

Was meint ihr?

Ethische Probleme? Gegen die Schöpfung? Nur eine andere Art der Fortpflanzung?

fragt Ulli

Schuldig?

Einer von beiden war´s:

Adventskalender-Manufaktur Pfoetchenidyll

Vorweg gesagt: Nein, wir kommunizieren bei uns im Haushalt nicht nur per E-Mail. Gefreut habe ich mich aber über diesen Text meiner Tochter, der letzte Woche in meinem Postfach landete:

Da du ja jetzt schon seit langem nichts mehr in deinem Blog geschrieben hast und mir langweilig war , habe ich jetzt auch einfach mal ausprobiert einen Eintrag zu schreiben .
Vielleicht ist das ja eine Ideen-Hilfe .

> Ich weiß , es ist jetzt schon einen Monat her , dass ich hier das letzte mal etwas
geschrieben habe und es tut mir auch Leid. Daher hier ein neuer Eintrag :

Bald beginnt die Weihnachtszeit , so mit Keksen , Geschenken und und und und .
Bis zum heiligen Abend wird dann jeden Tag schön ein neues Türchen am
Adventskalender geöffnet .
Das machen besonders die Kinder gerne und da manche Besitzer ihre Tiere auch
als Familienmitglieder ansehen, arbeitet Mandy
gerade an einem Adventskalender für Hunde .
Natürlich bekommen die Kleinen von uns gewohnt nur leckere und auch gesunde
Leckerlies. <

Für eventuelle Fehler entschuldige ich mich jetzt schon.

xxxxx

Was soll ich sagen, ein guter Anstoß! Danke!

Ja, ich bin es Leid, mich ständig über Dinge zu äußern, die im Tiergesundheitswesen schief laufen. Beispiele hätte ich gerade in der letzten Zeit genügend präsentieren können. Ich bin es Leid, mich schon wieder – jetzt im dritten Jahr- über die Gänseabfälle im Wald aufzuregen und euch darüber zu berichten.

Vielleicht sollte ich einen anderen Weg wählen, die hausinterne E-Mail meiner Tochter hat ihn mir gezeigt.

Ich habe es bisher vermieden, dieses Blog für kommerzielle Zwecke zu nutzen, bis auf den kleinen Link oben rechts zu unserem Tiergesundheitsshop. Neben unserer Praxis betreiben wir einen kleinen Laden und eben auch den Online-Shop. Entstanden aus einer Situation, mit der wir nie glücklich waren, nämlich der, dass wir Futter und Naturprodukte, Kräutermischungen, Pflegemittel und Parasitenschutz verordneten, den Patientenbesitzern aber oftmals keine Empfehlungen hinsichtlich der Einkaufsmöglichkeiten geben konnten.

Also traten wir irgendwann selbst als Anbieter auf.

Jetzt zu den Adventskalendern für Hunde:

Viele Tierbesitzer wollen ihren Lieblingen zu allen möglichen Anlässen eine Freude bereiten, menschlich verständlich! Dass Hunde sich wahrscheinlich darüber wundern, warum sie 24 Tage lang ohne ersichtlichen Grund ein Leckerchen erhalten, lasse ich mal außen vor. Menschen, die zur Adventszeit einen Kalender für ihre Hunde kaufen, gibt es, wird es immer geben und das ist auch ganz in Ordnung. Was uns stört, ist, dass die Qualität des Inhalts der meisten Kalender, die auf dem Markt angeboten werden, aus tierernährungsphysiologischer Sicht sehr zu wünschen läßt.

Also haben Mandy und ich beschlossen, eigene Adventskalender mit gesundem Inhalt zu entwerfen, zu fertigen und zu verkaufen. Der Erfolg hat uns überwältigt!

Oma und Opa sind mit in die Produktion eingestiegen, machen sie ja gerne! 😉 Noch!

Die Küche wurde zur Werkstatt umfunktioniert.

Eine genauere Beschreibung der beiden Kalender findet ihr hier.

——————————-

Und jetzt, ganz unten im Text kommt mein Angebot an treue Pfoetchen-Blog-Leser:

Wir haben für euch zwei Gutscheincodes vorbereitet, die ab sofort und bis einschließlich 1.Dezember gültig sind.

Wenn ihr den kleinen Adventskalender haben möchtet, gebt den Gutschein-Code: Advent-klein ein und ihr bekommt 10% Rabatt auf euren gesamten Einkauf.
Möchtet ihr lieber den großen, gebt den Gutschein-Code: Advent-groß ein. Dann gewähren wir einen Rabatt von 20% auf die Gesamtkaufpreis-Summe.

Nachtrag:

Aus gegebenen Anlass weise ich noch einmal darauf hin, dass es wichtig ist, den jeweiligen Gutschein-Code beim Bezahlen vor Auswahl der Zahlungsmethode auf der Seite: „Zahlart auswählen“ unten einzugeben. Sonst haben wir buchungstechnisch ein Problem, den Rabatt rückwirkend zu gewähren.

Im Kundenkommentar bitte angeben, ob ihr den Namen eures Hundes, wenn ja, welchen, auf dem Kalender haben wollt.

Ulli

Menschenversuche

Frau Schöndorf kommt zu uns, weil sie eine Frage hat, ausgelöst durch einen unfreiwilligen Selbstversuch ihres Mannes.

Sie hatte vor Tagen nach dem Einkauf im Supermarkt noch kurz auf eine Tasse Kaffee ihre Freundin besucht, eine professionelle Hundefrisörin mit eigenem Groomersalon. Natürlich kam das Gespräch von Öchsken auf Stöcksken, also von Kinder Männererziehung auf Hundepflege und schließlich trug sie eine Flasche Hundeshampoo zusammen mit den wärmsten Empfehlungen der Freundin zum Auto, legte sie zu den anderen Einkäufen und schleppte zu Hause alles in die Küche.

Dort übernahm die wohlgeratene Tochter die weitere Verteilung auf die entspechenden Lagerorte: Kühlschrank, Speisekammer, Waschküche, Badezimmer etc.

Am nächsten Morgen um halb sieben in der Früh erlebte sie Ihren Mann lautstark fluchend zuerst im Badezimmer, dann in der ganzen Wohnung umher springend, mit einer kleinen Flasche in der Hand wild fuchtelnd, immer wieder: „Wer hat das in die Dusche gestellt?“ rufend.

Seine Augen brannten und seine gesamte Haut juckte, als hätte er „einen zu heiß gewaschenen Strampelanzug aus kratziger Schafwolle“ an.

Frau Schöndorf fragt nun, ob sie das Shampoo weiter für ihren Hund benutzen dürfe.

Warum fragt sie uns, soll sie doch ihren Mann fragen! 😉

Nee, ernsthaft, es erweitert den Horizont, ab und an mal einen Selbstversuch zu unternehmen. Die beiden Shampoo-Konzentrate, die wir über unsere Praxis und den Online-Shop (siehe oben rechts: „Kommerz“) anbieten, habe ich beide schon zum Haarewaschen im eigenen Badezimmer benutzt und für gut befunden.

Über den Duft könnten Menschen streiten. 😀

Badetag

Badetag:

Von Ferkeln und Pferden

Ferdener, die uns kundtun möchten, dass sie eine besondere Affinität zu Verkl und Pferd haben, dürfen es mit der Rechtschreibung nicht allzu genau nehmen.

äähm…

Pferdener, die uns kundtun möchten, dass sie eine besondere Affinität zu Ferkel und Vertd haben, dürfen es mit der Rechtschreibung nicht allzu genau nehmen.

äähm…

Verdener, die uns kundtun möchten, dass sie eine besondere Affinität zu Ferkel und Pferd haben, dürfen es mit der Rechtschreibung nicht allzu genau nehmen.

(Nein, ich habe keine Langeweile, nur zu wenig Zeit für´s Blog)

Entwurf zum neuen Hundegesetz in Niedersachsen

Bei ZERGportal habe ich den Entwurf der niedersächsischen Landesregierung zum neuen Hundegesetz gefunden.

Von mir aus kann der so durchgehen. Die 20/40-Regelung kommt nicht mehr darin vor und es gibt keine pauschal als gefährlich eingestuften Hunderassen in Niedersachsen. Aber man soll ja den Tag nicht vor dem Abend loben.

Spannend war der Verlauf bis hier jedenfalls.

Ich habe euch mal rausgesucht, was ich bisher zum Thema „Neues Hundegesetz in Niedersachsen“ geschrieben habe. Lest bitte zuerst den untersten Artikel, dort findet ihr u.a. meinen offenen Brief an den damals zuständigen Minister Ehlen.

Wenn der Entwurf verabschiedet wird, haben wir das maßgeblich den vielen engagierten Menschen zu verdanken, die – ein jeder nach seinen Möglichkeiten – auf die Politik eingewirkt haben.

Pfefferminze

Kräuter sind etwas Wunderbares.

Nicht von ungefähr gibt es den Spruch: „Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen.“ Man muss es nur kennen und wissen, wie es angewendet werden sollte.

Heilkräuter, die unsere Patienten brauchen, holen sie sich entweder mit unserem Rezept aus der Apotheke oder aber wir greifen auf bewährte Kräuterkombinationen zurück, die es als Fertigprodukte zur Unterstützung bei zahlreichen gesundheitlichen Problemen gibt.

Wir selbst kultivieren keine Heilkräuter im Garten und sammeln auch keine in der freien Natur. Zu unterschiedlich können die Wirkstoffgehalte sein. Unser Garten beherbergt trotzdem Kräuter: Rosmarin, Majoran, Basilikum, Ysop, Liebstöckl, gerne setzen wir sie in der Küche zum Würzen ein.

Im Frühjahr sahen wir uns im Fernsehen einen Bericht über Marokko an. Mandy schwelgte in Erinnerungen. Vor allem den leckeren, erfrischenden Pfefferminztee, den sie dort gekostet hatte, erwähnte sie immer wieder und bei jeder Gelegenheit. Aus frischen Blättern muss er zubereitet werden, nur dann ist er wirklich gut.

Solche Bemerkungen kommen mir immer sehr gelegen, achte ich doch immer auf sachdienliche Tips, die mir die Möglichkeit geben, ihr eine Freude zu bereiten. Und weil ich meine Mandy so liebe, suchte ich heimlich Gärtnereien und Gartencenter auf, um an eine der begehrten Pfefferminzepflanzen zu kommen. Ebenso heimlich ließ ich die endlich erbeutete Pflanze in „meinem“ Garteneckchen zwischen Stauden und Gewürzkräutern frei.

Sommers hatte das zarte Pflänzchen sich zu einer respektablen Pflanze entwickelt, mehr noch, unterirdisch hatte sie sich ausgebreitet und zarte Pfefferminzetriebe sprossen hellgrün im Umkreis von einem halben Meter zwischen Phlox und Majoran, Türkischem Mohn und Rhododendron. Ich rupfte sie aus und deponierte sie auf dem Komposthaufen. Für Mandy pflückte ich noch die schönsten, grünsten und duftendsten Triebe der Mutterpflanze und erntete eine dankbare Umarmung, die all ihre Liebe für mich beinhaltete.

Und natürlich eine Tasse Pfefferminztee, mit Rohrzucker gesüßt. 😉

Nach unserem Urlaub konnte ich Ausläufertriebe der Pfefferminze im Abstand von einem Meter von der Mutterpflanze ausmachen. Auch an den Stellen, wo ich die ersten Nachkommen ausgebuddelt hatte, sprossen neue Triebe aus den verbliebenen Wurzeln. Ich ahnte eine furchtbar fruchtbare Entwicklung voraus und grub tief hinter allen grünen, nach Pfefferminze duftenden Blattstengeln und den dazugehörigen Wurzeln her, verbrachte alles minzige Grünzeug auf den Kompost und ein paar der schönsten, grünsten und duftendsten Triebe nahm ich mit ins Haus, wo Mandy sie dankend in eine Vase mit Wasser stellte und … vergaß.

An einem der nächsten Tage entdeckte Mandy beim „Django-läßt-im-Obstgarten-die-Sau-raus-Spiel“ den halben Kubikmeter Pfefferminzelaub auf dem Komposthaufen.

Dieser Tag war kein schöner Tag. 😦

Als Wiedergutmachung brachte ich ihr die schönsten, grünsten und duftendsten Triebe der Mutterpflanze mit, die, nachdem ich die zahlreichen Blüten gekappt hatte, schon wieder fleißig Jungtriebe geschoben hatte. Mandy nahm sie, stellte sie in die Vase zu den anderen und … vergaß sie.

Gestern habe ich mich wieder gärtnernd betätigt, d.h. eigentlich habe ich nur unzähligen Pfefferminzepflänzchen nachgestellt, die Wurzeln bis in die letzten(?)Ausläufer verfolgt und alles ausgerupft, was durch Duft und Aussehen auch nur im Entferntesten an Pfefferminze erinnert. Sie hatte alle(!)Bereiche „meines“ kleinen Gartens erreicht, die Trockenmauer unterwandert und sich sogar vor unserem Grundstück am Straßenrand etabliert.

Jetzt musste auch die Mutterpflanze dran glauben. Ich habe sie umgesiedelt. Sie kann ein neues Leben im Exil beginnen, im hintersten Bereich der Obstwiese, wo die wunderschönen Heckenrosen, die Himbeeren, die Brombeeren, Brennnesseln und Disteln ihr wildes Leben führen.

Nachdem ich gestern feststellen musste, dass der Kompost bereits haufendeckend mit Pfefferminze überwuchert war, habe ich heute die oberste Schicht mit allen(?)Pfefferminzepflanzenbestandteilen an einen neuen Platz gebracht und den Rest oben drauf geschaufelt. Ich habe das Oberste zuunterst gekehrt und nun die berechtigte(?)Hoffnung, der Pfefferminze den Garaus gemacht zu haben. Ob ich damit erfolgreich war, werde ich wohl erst bemerken, nachdem ich den Kompost irgendwann im Garten ausgebracht habe.

Mit frischem Pfefferminztee -rede ich mir ein- ist es genauso wie mit anderen Getränken, die man im Urlaub genossen hat, zu Hause fehlt ihnen das gewisse Etwas. Nur so kann ich mir Mandys Reaktion in letzter Zeit erklären. Wir versuchen, das Thema zu vermeiden. Mich beschäftigt im Augenblick eigentlich nur eine Frage:

„Wie werde ich sie bloß wieder los?“

Also, die Pfefferminze meine ich jetzt! 😉

Wie oft sollen Tiere gegen Tollwut geimpft werden?

Impfungen gegen ansonsten tödliche verlaufende Infektionen haben sowohl den Menschen, als auch den Tieren viel Leid erspart. Die wissenschaftliche Erkenntnis, dass das Einbringen abgeschwächter Erregerinformation (aktive Impfung) oder spezifischer Antikörper (passive Impfung) in den Organismus vor einer Infektion schützt, ist eine der größten Segnungen, die uns die Medizin gebracht hat.

Eine Impfung verhindert nicht nur eine Ansteckung des einzelnen Individuums, sie kann, wenn ein genügend hoher Prozentsatz der von der Krankheit betroffenen Art mit der Vakzine behandelt wurde, dazu führen, dass es zur Immunität der Gesamtpopulation kommt. Der Zustand der kollektiven Immunität wird erreicht.

Eine der verheerendsten Krankheiten für Mensch und Tier ist die Tollwut.

Gefährlich! Tödlich! Hochinfektiös!

Allerdings gilt Deutschland seit 2008 als tollwutfrei. Zwei Jahre zuvor konnte der letzte befallene Fuchs dokumentiert werden. Füchse waren die Hauptüberträger der terrestrischen Tollwut. Ihre Kontakte zu Haustieren führten auch immer wieder zu zahlreichen Tollwutfällen bei Hunden und Katzen, und damit auch beim Menschen.

Eine entscheidende Wende wurde in den Achtzigern des letzten Jahrhunderts eingeleitet, als es gelang, einen Impfstoff zu entwickeln, der eine zuverlässige Wirkung auch bei orale Aufnahme zeigte. Über Jahre wurden entsprechend präparierte Impfköder in der Natur ausgebracht, um die Fuchspopulation zu immunisieren. Mit dem oben beschriebenen Erfolg.

Früher wurde die Wirksamkeit der Impfstoffe gegen Tollwut nur für ein Jahr bescheinigt, entsprechend musste jedes Jahr geimpft werden, um einen lückenlosen Impfschutz dokumentieren zu können. In Zeiten, in denen immer wieder Tollwutfälle auftraten, bedeutete der Kontakt eines ungeimpften Hundes mit einem anderen tollwütigen Tier (Fuchs, anderer Hund) unausweichlich und im Gesetz festgeschrieben, dass dieser eingeschläfert werden musste – keine Ausnahme möglich! Konnte ein Impfschutz nachgewiesen werden, musste er so lange in Quarantäne, bis sicher gestellt war, dass keine Infizierung stattgefunden hatte.

Heute ist die Gefahr, dass unsere Haustiere mit einem tollwütigen Tier in Kontakt kommen, verschwindend gering. Gefahr droht allenfalls von illegal eingeführten Haustieren, die bereits im Herkunftsland infiziert wurden oder von Wildtieren, die aus Ländern einwandern, in denen es noch Wildtollwutgebiete gibt. Aber, wie weit kommt wohl ein tollwutkranker Wolf? Und warum will gerade er nach Deutschland einwandern?

Der Gesetzgeber fordert einen nachgewiesenen Impfschutz für unsere Haustiere, wenn sie über Staatsgrenzen reisen, wenn sie mit uns in Urlaub fahren oder ins Ausland verkauft werden. Sie dürfen Ausstellungen, Wettbewerbe, Prüfungen nur mit gültigem Impfpass besuchen. Tierpensionen fordern den Nachweis einer gültigen Tollwutimpfung.

Nun sind seit 2006 sämtliche marktfähigen Tollwutimpfstoffe für eine Wirksamkeitsdauer von drei Jahren zugelassen.

Und immer noch kommen Patientenbesitzer mit Hunden zu uns, denen der Tierarzt nach der Impfung nur ein Jahr Gültigkeit im EU-Heimtierpass bescheinigt hat. Und pünktlich vor Ablauf der Jahresfrist werden sie aufgefordert, wieder zum Impfen zu erscheinen. Kein Wort der Aufklärung fällt. Schlimmer noch: Wenn der Tierbesitzer nachfragt, wie das denn wäre, mit der dreijährigen Wirksamkeit, werden Ängste geschürt, Sicherheitsmängel angeführt, dem Tierbesitzer wird erzählt, er müsse dann die Grundimmunisierung wiederholen.

Alles Blödsinn!
Reine Geldschneiderei!
Geschäfte mit der Angst und Unwissenheit der Patientenbesitzer!

Die materiellen Kosten tragen die Herrchen und Frauchen, die gesundheitlichen die Tiere selbst. Impfschäden sind sowohl im Human-, als auch im Veterinärbereich zur Genüge dokumentiert. Die wenigsten zeigen sich als tödlicher Schock, gesundheitliche Schäden, die erst später auftreten, werden oftmals nicht mehr mit der voran gegangenen Impfung in Zusammenhang gebracht.

Sicherlich ist aus dem, was ich bisher geschrieben habe erkennbar, dass ich kein dogmatischer Impfgegner bin. Meine dringende Empfehlung für Hunde- und Katzenhalter ist, auf jeden Fall die Grundimmunisierung gegen alle in Frage kommenden Infektionskrankheiten durchzuführen, danach aber den Organismus so selten wie möglich mit einer weiteren Impfung zu belasten.

Lasst euch nicht von Tierärzten Impfungen aufschwatzen, wie vehement sie auch darauf bestehen. Ihr tragt die Verantwortung für das gesundheitliche Wohlergehen eurer Tiere.

Ein Beispiel, wie vehement ein Tierarzt in der Öffentlichkeit seine Position verteidigt, könnt und sollt ihr in diesem Blogeintrag und vor allem in den zugehörigen Kommentaren lesen. (Oh Mann, und ich liefere jetzt auch noch Besucher.) 😦

Aber ich bin mir sicher, ihr seid in der Lage, euch eine eigene Meinung dazu zu bilden. 😉

Durchgehende Pferde bei Fackelzug im Emsland

Heute Vormittag in den Nachrichten:

Beim Fackelzug eines Reiterhofs in Lathen/Emsland wurden gestern Abend 44 Kinder und Jugendliche verletzt, als zeitgleich alle beteiligten 100 Pferde durchgingen. Der Zustand eines 14-jährigen Mädchens, das auf die Intensivstation eines Krankenhauses gebracht werden musste, ist inzwischen stabil.

Pilotprojekt „Anonyme Bewerbung“

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) teilte am Dienstag mit, dass ein Pilotprojekt „Anonyme Bewerbung“ anlaufen wird, in dem von mehreren Betrieben getestet wird, ob es möglich ist, Bewerber für ausgeschriebene Stellen nur nach ihrer Qualifikation einzustellen. Ohne Rücksicht auf Alter, Wohnort, Geschlecht, Namen, Herkunft und Aussehen.

Wir überlegen z.Zt., ob wir demnächst eine Fachkraft für die Pflege unserer Praxis- und Verkaufsräume einstellen. Zuverlässig, pünktlich, sorgfältig und verantwortungsbewusst sollte diese Person sein, über hinreichende Berufserfahrung verfügen und entsprechende Referenzen vorweisen können.

Weitere persönliche Merkmale spielen für Mandy und mich keine Rolle.

Für mich eigentlich auch nicht, nur sollte sie weiblich, etwa 20-25 Jahren alt sein, ein ansprechendes, gepflegtes Äußeres, lange Beine, ein attraktives Dekollete, blonde, lange Haare und grüne Augen haben und mit Figur (90-60-90) betonender Arbeitskleidung – wie kurzem Rock und hochhackigen Schuhen – zum Dienst erscheinen. Die Arbeitszeiten sollten flexibel gestaltet und auf meine telefonische Anfrage auch kurzfristig in die Abendstunden gelegt werden können.

Wenn auch persönliche Daten für mich wirklich nicht von Belang sind, so sollte einer anonymisierten Bewerbung doch bitte wenigstens ein aussagefähiges Foto beigefügt sein. 😉

Habt ihr gemerkt? … War nur Spaß!

Nachtrag:
Nachdem Mandy und ich das Thema nun noch einmal ausführlich diskutiert haben, bleibt es dabei, dass weiterhin Oma unsere Räume putzt.

Ist auch billiger. 😉


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