Hundesteuer? – Pferdesteuer!

Hundesteuer war gestern:

Z.Zt. läuft eine Initiative zur Abschaffung der Hundesteuer.

 

Heute ist Pferdesteuer:

Gerade hörte ich im Autoradio, dass Niedersachsen erwägt, eine Pferdesteuer einzuführen. Im Gespräch sind 750,00€ pro Pferd und Jahr.
Ulli

Hinzugefügt:
Eine Petition gegen die Pferdesteuer ist bereits gelaufen, es kamen 12495 Unterschriften zusammen.

Hier gibt es noch eine Möglichkeit gegen eine Pferdesteuer zu stimmen.

Pony von LKW erfasst

Durch unseren Ort führt eine Bundesstraße, schön breit mit Fuß- und Fahrradweg in beiden Richtungen. Wenn mal ein blau-silberner Passat irgendwo parkt oder ein kleiner schwarzer Kasten auf einem Stativ am Straßenrand steht, fahren die meisten mit angemessener Geschwindigkeit.

Sonst nicht!

Nie!

Gestern hat es das Pony unseres Nachbarn erwischt. Auf gerader Strecke. Direkt vor unserer Haustür.

Es hatte sich beim Umhüten auf einen anderen Teil der Weide mitsamt Führstrick der Einwirkung unseres Nachbarn entzogen und war auf die Bundesstraße gelaufen. Ein LKW hat es frontal erfasst und etliche Meter vor sich her geschoben. Das Pony war sofort tot.

Der Besitzer ist auch heute noch völlig fertig, sein Sohn macht ihm verbittert Vorwürfe. Sicherlich hat er versäumt, das Grundstück zusätzlich abzusichern, war vielleicht abgelenkt, wie auch immer…all das macht das Pony nicht wieder lebendig.

Für mich stellt sich eine andere Frage:

Wie kann es einem Berufskraftfahrer, der mit maximal 60 km/h eine geradeaus führende, breite Bundesstraße befährt, passieren, dass er aus seiner Fahrerposition, die sich etwa einen halben Meter über meiner Körpergröße befindet, am hellem lichten Tag ein dunkelbraunes Tier mit einem Stockmaß von ca. 1,60 m und 250 kg Körpergewicht derart übersieht, dass er nur eine Bremsspur von 80 cm zieht, das Pferdchen aber ungefähr 10 m vor sich her schiebt, bevor er zum Stillstand kommt?

Das Pony ist übrigens nicht plötzlich aus einer Seitenstraße oder hinter einem Haus hervor gehuscht, sondern befand sich nach Aussage des vorher fahrenden Autofahrers bereits auf der Straße!

Klar hat der Besitzer die Verantwortung für sein Tier. Aber die Polizei hat sich weder den Fahrtenschreiber des LKW-Fahrers zeigen lassen, noch haben sie irgendwelche Bremswege ausgemessen. Kaum vorstellbar, dass man als aufmerksamer Fahrer, bei vorschriftsmäßiger Fahrweise mit einem Überblick aus gut 2,50 m Augenhöhe nicht rechtzeitig zum Stehen kommen kann.

Wildschadensverhütung

Bundesjagdgesetz

VII. Abschnitt
Wild- und Jagdschaden

1. Wildschadensverhütung

§ 26
Fernhalten des Wildes

Der Jagdausübungsberechtigte sowie der Eigentümer oder Nutzungsberechtigte eines Grundstückes sind berechtigt, zur Verhütung von Wildschäden das Wild von den Grundstücken abzuhalten oder zu verscheuchen. Der Jagdausübungsberechtigte darf dabei das Grundstück nicht beschädigen, der Eigentümer oder Nutzungsberechtigte darf das Wild weder gefährden noch verletzen.

Versuchen kann man es ja mal!

Krümel

Krümel, ein kleines Kätzchen, dass wir schon seit seinen ersten Lebenstagen kennen, kommt, von seiner gesamten Menschenfamilie begleitet, am Tag vor Silvester in unsere Praxis. Sein Zustand ist erschreckend. Apathisch liegt er auf seiner Decke, die Augen geschlossen.

Seine Geschichte ist schnell erzählt:

Er frisst seit ein paar Tagen nichts mehr. Wiederholtes schwallartiges Erbrechen von Flüssigkeit und sein desolater Zustand veranlassten seine Familie am Tag zuvor, ihn in die nahe gelegene Tierklinik zu bringen. Er blieb dort über Nacht und am Vormittag hatten sie ihn zurück nach Hause geholt. Die TÄ der Klinik beruhigten sie über seinen Zustand, sie hätten ihm Spritzen gegeben und in heimischer Umgebung würde er schon bald wieder fressen.

Am Nachmittag hatte er immer noch nichts gefressen und sein Zustand wurde nicht besser. So brachten sie ihn zu uns.

Total dehydriert, hochgezogene Hautfalten blieben aufgerichtet, das Kätzchen war in einem solch erbärmlichen Zustand, dass ich die Besitzer darüber informierte, sie müssten mit dem Schlimmsten rechnen. Wir empfahlen, ihn schnellstmöglich wieder zur Tierklinik zu bringen. Das lehnten die Besitzer ab.

Nun hatten wir den “Schwarzen Peter Krümel”.

Unsere weiteren Fragen zur Vorbehandlung konnten nur leidlich beantwortet werden. So sollte er wohl eine Infusion bekommen haben, eine Aufbauspritze, sowie ein Medikament zur Anregung der Darmfunktion. Welche Diagnosemöglichkeiten benutzt wurden, konnten wir nicht erfahren.

Jedenfalls mussten wir schnell handeln! Als erstes galt es seinen Flüssigkeitshaushalt in Ordnung zu bringen. Wenn überhaupt eine Infusion gegeben wurde, so war die Menge in keiner Weise ausreichend, den Normalzustand herzustellen. Uns ist schleierhaft, wie die Verantwortlichen den Patienten in diesem Zustand aus der Obhut der Klinik entlassen konnten.

Die Flüssigkeitszufuhr begann langsam zu wirken. Lebenskraft zeigte sich in seinen Augen. Die verkrampfte Bauchmuskulatur entspannte sich.

Mandy versorgte ihn in den nächsten Stunden über den Tropf und gab ihm Geborgenheit.

Grundsätzlich übernehmen wir Diagnosen nicht ungeprüft. Auch in diesem Fall stellten wir eine einfache Verstopfung in Frage. Wenn ein Tier keine Nahrung und kein Wasser aufnimmt, sich immer wieder erbricht, schließlich nur noch Flüssigkeit hoch kommt und dieses zu einer lebensbedrohlichen Austrocknung führt, weist dies auf einen Darmverschluss hin. Hervor gerufen durch eine Darmverschlingung oder durch einen abgeschluckten Fremdkörper.

Irgendwann, so gegen 5:00 Uhr weckte mich Mandy:

“Fühl mal!”

Sie hatte eine Diagnosemöglichkeit eingesetzt, die Palpation, die in der modernen Medizin beinahe in Vergessenheit zu geraten scheint und eine deutliche Verdickung im Darm ertastet. Eindeutig ein Fremdkörper! Nicht beweglich, nicht verformbar. Krümels Zustand hatte sich inzwischen wesentlich verbessert, er stand selbstständig auf und konnte sogar gehen. Sein Hautturgor war wieder normal, wir hatten ein Kätzchen mit wachen Sinnen vor uns. In diesem Zustand konnte er unserer Meinung nach die dringend notwendige Operation überstehen, gestern hätten wir das ernsthaft bezweifelt.

Die Besitzer wurden benachrichtigt und brachten ihn in die Tierklinik, die vorher schon informiert wurde. Die Operation verlief unproblematisch und wer möchte, darf sich jetzt das Corpus delicti ansehen, das Krümel beinahe umgebracht hätte:

Er hatte mit der Kordel einer Trainingshose gespielt und einen Teil davon verschluckt

Krümels Menschen, die in der Klinik vorsichtig ihren Unmut über die vorangegangene “Behandlung” der dortigen TÄ geäußert hatten, wurden noch darüber aufgeklärt, dass sie den Zustand des Kätzchens nicht kompetent genug geschildert hätten.

Ganz klar! Die Tierbesitzer sind schuld! Hätten die gleich die richtige Diagnose mitgebracht, hätten die TÄ schon früher richtig gehandelt!

Eine Tier-Klinik, ausgerüstet mit den modernsten Apparaten der Medizintechnik, ist nicht in der Lage, einen lebensbedrohlichen Zustand als solchen zu erkennen, stellt eine Fehldiagnose, weil sie es nicht für nötig hält, die zur Verfügung stehenden Diagnosemöglichkeiten zu benutzen. Sie haben den Darmverschluss durch einen Fremdkörper wie eine einfache Verstopfung behandelt, die Austrocknung nicht annähernd zufriedenstellend behandelt und sie haben einen todkranken Patienten, begleitet von beruhigenden Worten, in die Obhut seiner verzweifelten Menschen entlassen.

Nur dieser Verzweiflung und dem weiteren verantwortungsbewussten Handeln dieser Menschen hat Krümel sein Leben zu verdanken. Hätten sie nach den Anweisungen der Tierklinik gehandelt, wäre Krümel in den nächsten 10 Stunden nach seiner Entlassung gestorben.

Die meisten seiner sieben Leben hatte er bereits verbraucht!

Klonschnitzel

15 Jahre sind seit Dolly, dem Klonschaf vergangen. 3Sat berichtete heute Abend um 20:15 über das Klonen von Schlachttieren.

Fleischproduktion ist auf der ganzen Welt ein Wirtschaftszweig, der ökonomisch funktionieren muss. Ein guter Zuchtbulle oder -eber ist viel Geld wert, seine produktive Lebenszeit ist allerdings begrenzt. Was liegt also näher, als ihn zu klonen? Ebenso ist es mit einer Zuchtkuh oder -sau.

In den USA ist diese Vermehrungstechnologie weit verbreitet und niemand regt darüber auf. Viehhändlern und Verbrauchern ist es schlichtweg egal, woher das Fleisch stammt, das sie kaufen und essen.

Anders in Europa und speziell in Deutschland! Man möchte kein Fleisch geklonter Tiere, verlangt Kennzeichnungspflicht, hat ethische Einwände.

Was tun? Samen von Zuchtmännchen wird weltweit gehandelt, es ist unmöglich festzustellen, ob er von bereits geklonten Tieren stammt. Der Verbraucher kann ohnehin nicht unterscheiden, ob das Fleisch von geklonten Tieren stammt oder nicht.

Die erwähnten USA, aber auch Argentinien und Brasilien arbeiten mit Klontieren und exportieren das Fleisch – auch nach Europa.

Was meint ihr?

Ethische Probleme? Gegen die Schöpfung? Nur eine andere Art der Fortpflanzung?

fragt Ulli

Schuldig?

Einer von beiden war´s:

Adventskalender-Manufaktur Pfoetchenidyll

Vorweg gesagt: Nein, wir kommunizieren bei uns im Haushalt nicht nur per E-Mail. Gefreut habe ich mich aber über diesen Text meiner Tochter, der letzte Woche in meinem Postfach landete:

Da du ja jetzt schon seit langem nichts mehr in deinem Blog geschrieben hast und mir langweilig war , habe ich jetzt auch einfach mal ausprobiert einen Eintrag zu schreiben .
Vielleicht ist das ja eine Ideen-Hilfe .

> Ich weiß , es ist jetzt schon einen Monat her , dass ich hier das letzte mal etwas
geschrieben habe und es tut mir auch Leid. Daher hier ein neuer Eintrag :

Bald beginnt die Weihnachtszeit , so mit Keksen , Geschenken und und und und .
Bis zum heiligen Abend wird dann jeden Tag schön ein neues Türchen am
Adventskalender geöffnet .
Das machen besonders die Kinder gerne und da manche Besitzer ihre Tiere auch
als Familienmitglieder ansehen, arbeitet Mandy
gerade an einem Adventskalender für Hunde .
Natürlich bekommen die Kleinen von uns gewohnt nur leckere und auch gesunde
Leckerlies. <

Für eventuelle Fehler entschuldige ich mich jetzt schon.

xxxxx

Was soll ich sagen, ein guter Anstoß! Danke!

Ja, ich bin es Leid, mich ständig über Dinge zu äußern, die im Tiergesundheitswesen schief laufen. Beispiele hätte ich gerade in der letzten Zeit genügend präsentieren können. Ich bin es Leid, mich schon wieder – jetzt im dritten Jahr- über die Gänseabfälle im Wald aufzuregen und euch darüber zu berichten.

Vielleicht sollte ich einen anderen Weg wählen, die hausinterne E-Mail meiner Tochter hat ihn mir gezeigt.

Ich habe es bisher vermieden, dieses Blog für kommerzielle Zwecke zu nutzen, bis auf den kleinen Link oben rechts zu unserem Tiergesundheitsshop. Neben unserer Praxis betreiben wir einen kleinen Laden und eben auch den Online-Shop. Entstanden aus einer Situation, mit der wir nie glücklich waren, nämlich der, dass wir Futter und Naturprodukte, Kräutermischungen, Pflegemittel und Parasitenschutz verordneten, den Patientenbesitzern aber oftmals keine Empfehlungen hinsichtlich der Einkaufsmöglichkeiten geben konnten.

Also traten wir irgendwann selbst als Anbieter auf.

Jetzt zu den Adventskalendern für Hunde:

Viele Tierbesitzer wollen ihren Lieblingen zu allen möglichen Anlässen eine Freude bereiten, menschlich verständlich! Dass Hunde sich wahrscheinlich darüber wundern, warum sie 24 Tage lang ohne ersichtlichen Grund ein Leckerchen erhalten, lasse ich mal außen vor. Menschen, die zur Adventszeit einen Kalender für ihre Hunde kaufen, gibt es, wird es immer geben und das ist auch ganz in Ordnung. Was uns stört, ist, dass die Qualität des Inhalts der meisten Kalender, die auf dem Markt angeboten werden, aus tierernährungsphysiologischer Sicht sehr zu wünschen läßt.

Also haben Mandy und ich beschlossen, eigene Adventskalender mit gesundem Inhalt zu entwerfen, zu fertigen und zu verkaufen. Der Erfolg hat uns überwältigt!

Oma und Opa sind mit in die Produktion eingestiegen, machen sie ja gerne! ;) Noch!

Die Küche wurde zur Werkstatt umfunktioniert.

Eine genauere Beschreibung der beiden Kalender findet ihr hier.

——————————-

Und jetzt, ganz unten im Text kommt mein Angebot an treue Pfoetchen-Blog-Leser:

Wir haben für euch zwei Gutscheincodes vorbereitet, die ab sofort und bis einschließlich 1.Dezember gültig sind.

Wenn ihr den kleinen Adventskalender haben möchtet, gebt den Gutschein-Code: Advent-klein ein und ihr bekommt 10% Rabatt auf euren gesamten Einkauf.
Möchtet ihr lieber den großen, gebt den Gutschein-Code: Advent-groß ein. Dann gewähren wir einen Rabatt von 20% auf die Gesamtkaufpreis-Summe.

Nachtrag:

Aus gegebenen Anlass weise ich noch einmal darauf hin, dass es wichtig ist, den jeweiligen Gutschein-Code beim Bezahlen vor Auswahl der Zahlungsmethode auf der Seite: “Zahlart auswählen” unten einzugeben. Sonst haben wir buchungstechnisch ein Problem, den Rabatt rückwirkend zu gewähren.

Im Kundenkommentar bitte angeben, ob ihr den Namen eures Hundes, wenn ja, welchen, auf dem Kalender haben wollt.

Ulli


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