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Analdruesen

Die Dame kam nach vorheriger Anmeldung mit ihrem Border Terrier „Curo“.

Telefonisch hatte sie schon angekuendigt, warum. Curo muessten die Analdruesen wieder ausgedrueckt werden und zu uns waere die Anfahrt nicht so weit, wie zu ihrem Tierarzt.

Dem war bei einer Routineuntersuchung letztes Jahr aufgefallen, dass die Analdruesen gefuellt waren und seitdem fuhr sie jeden Monat einmal mit dem kleinen Terrier zu ihm, um „das“ machen zu lassen. Die letzten Male war sie bevorzugt schnell dran gekommen, da der Job inzwischen von der Spechstundenhilfe erledigt wurde. Die konnte das genau so gut wie er selbst. 😉

Wir konnten lediglich einen physiologischen Fuellstand feststellen und beliessen es auch bei diesem. Der Hund hatte niemals seinen Hintersten ueber den Boden geschrubbelt, auch seine Haufen waren meistens wohlgeformt und fest – keine Anzeichen fuer eine Entzuendung oder Verstopfung der Druesen!

Da stellen sich mir zwei Fragen:

1. Wenn es bei der Routineuntersuchung im letzten Jahr Anzeichen fuer Funktionsstoerungen der Analdruesen gegeben hat, warum wurden diese dann nicht behandelt?

2. Wenn die Analdruesen allerdings gar nicht wirklich behandlungsbeduerftig waren, warum wurde der Hund dann jeden Monat fuer das Ausdrueckprozedere einbestellt?

Nochmal:
Eine krankhafte Symptomatik konnten wir nicht feststellen, der Tierarzt wohl auch nicht, sonst haette er eine Behandlung eingeleitet. Hat er aber nicht, wie Curos Frauchen berichtet.

Er hatte sie nur dazu verpflichtet, regelmaessig zum Ausdruecken zu kommen, weil das gemacht werden muesste. (O-Ton)

Und zum Beweis hatte er (bzw. seine Sprechstundenhilfe) jedes Mal das Papiertuch mit Druesensekret vorgezeigt.

Das koennen wir auch – tun wir aber nicht!


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