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Europaeische Nahrungsergaenzungsmittelrichtlinie (2002/46/EC)

Gestern schrieb ich in „Verbot von Naturheilmitteln und Homoeopathie?“, dass ich unsere THP-Verbaende und die DHU angeschrieben habe. Heute kann ich euch schon mal Reaktionen zeigen.

Vom Verband Deutscher Tierheilpraktiker e.V.(VDT) bekam ich schon gestern eine Antwort (Vielen Dank), aus der hervorgeht, dass dort bereits mehrere Hinweise auf diese Mails eingegangen sind, sie aber noch nichts zu diesem Thema herausfinden konnten.

Anschliessend wurde ich auf eine Internetseite von 2002 verwiesen, auf der ich bitte eigene Recherchen anstellen moege:

http://www.bunkahle.com/Aktuelles/Gesundheitswesen/EU_Vitamin_Verbot.html

Leider geht das nicht, weil

1. die Seite sich nicht auf die von Frau Thielmann angekuendigten Einschraenkungen zum Ende des Jahres 2009 bezieht, sondern 2002 verfasst wurde, und

2. die Links auf der Seite tot sind.

Soviel vom VDT.

Auch der Fachverband niedergelassener Tierheilpraktiker e.V. (FNT) hat schon gestern geantwortet (Vielen Dank).
Ich zitiere einfach mal die Stelle, die sich auf das Thema bezieht:

    ^^Natürlich beschäftigen auch wir uns mit dieser Mail. Da es bisher aber keine offizielle Stellungnahme von seitens der Behörden oder z.B. auch Heel gibt – ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass es sich hier mal wieder nur um Panikmache handelt. Sobald wir etwas definitiveres wissen, werden wir die Mitglieder natürlich per Rundmail informieren.^^

Soviel vom FNT.

Von der DHU habe ich noch keine Antwort erhalten, werde aber einen Nachtrag schreiben, sobald ich etwas von ihnen zu lesen bekomme.

Ich selbst war auch noch fleissig und habe auf der 2.Seite einer pdf des Fachverbandes Deutscher Heilpraktiker (FDH) etwas aktuelles zum Thema gefunden, auch hier wird von Panikmache gesprochen:

www.heilpraktiker.org/ftp_pdf/FDH-Aktuell-2009-05-05-1.pdf

Viele Betreiber von Seiten im Internet, die sich der Aufforderung von Frau Thielmann anschliessen und eben den immer gleichen Text abdrucken, sind selbst Verkaeufer, Importeure oder Hersteller von Nahrungsergaenzungsmitteln.

Wenn ich den erwaehnten „Codex Alimentarius“ in seiner Funktion richtig verstanden habe, geht es darum, hoch dosierte Mengen an Zusatzstoffen in Nahrungsergaenzungs- und Lebensmitteln zu verbieten. Vor allem geht es wohl um synthetische Zusatzstoffe, wie sie in den Drogeriemaerkten meterweise anzutreffen sind. Wenn da jedermann al gusto die „gesunden“ Pillen und Pulver in sich rein tut, kann man das natuerlich kritisch betrachten.(Und das mache ich auch!)

Sollte sich aber herausstellen, dass Kamillentee und Co. verboten werden sollen und nur noch extrahierte Wirkstoffe der Kamille oder gar nur noch synthetisch erzeugte Stoffe auf den Markt kommen duerfen, waere das allerdings ein Indiz dafuer, welche Macht die Pharmaindustrie ausspielt. (Kamille steht exemplarisch fuer Heilkraeuter)

Was ich aber gar nicht verstehen kann, ist, in wie weit und aus welchen Gruenden die Geschichte etwas mit der Minderung von Inhaltsstoffen bei homoeopathischen Mitteln und Bachblueten zu tun hat. Was, bitteschoen, soll da vermindert werden?

Ich bin, wie ihr lest, kein bisschen schlauer geworden und weiterhin auf sachdienliche, nachpruefbare Hinweise und Erklaerungen von Euch angewiesen.

Nachtrag:

Inzwischen habe ich auch eine Antwort der DHU bekommen (Vielen Dank), die ihr unten lesen koennt; Damit duerfte wohl sicher sein, dass homoeopathische Mittel nicht betroffen sind. Das gleiche muesste eigentlich auch, wie ich oben schon ueberlegt habe, auf Bachblueten zutreffen.

    ^^Sehr geehrter Herr Frevert,

    vielen Dank für Ihre E-Mail. Ich darf Sie beruhigen:
     
    Aktuell gibt es von verschiedenen Seiten Aktionen, die gegen die derzeit diskutierte europäische Nahrungsergänzungsmittelrichtlinie (2002/46/EC) gerichtet sind. In dieser geht es um die Festlegung von Höchstwerten von Vitaminen und Mineralstoffen in Nahrungsergänzungsmitteln.
     
    Homöopathische Arzneimittel – und hierzu zählen auch die Schüßler-Salze – sind hiervon jedoch nicht betroffen und für diese sind derzeit im EU-Recht auch keine Änderungen vorgesehen.
     
    Ich wünsche Ihnen alles Gute und einen schönen Tag.
     
    Mit freundlichen Grüßen

    Peggy Naumann
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    ^^

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