Gewusst wo

Allen, die sich nichts sehnlicher wuenschen, als einen eigenen Bergbauern zu besitzen, kann ich helfen:

Die gibt es bei Fredel in Oberstdorf zu kaufen! 😉

Edit: Den nun folgenden Text hatte ich urspruenglich durchgestrichen veroeffentlicht. Nach mehrfach geaeussertem Wunsch habe ich mich entschlossen, die Durchstreichung zu entfernen. Ist ja auch nur ein Spass. 😉
Ausserdem habe ich ganz unten noch einen Link zu einem modernen Bergbauernhof eingefuegt.

ACHTUNG! – SATIRE – ACHTUNG!

Kaufen ist jedenfalls einfacher, als das Gedoens bei Inka Bause mitzumachen. Trotzdem empfehle ich, vor dem Kauf sicherzustellen, dass es sich nicht um Exemplare handelt, die in ihrer Kuppelshow als schwer vermittelbar abgelehnt wurden. 🙂

Soweit ich informiert bin, gelten Bergbauern als genuegsam in der Haltung, sollten allerdings relativ jung eingekauft werden, da es nach der Geschlechtsreife oft zur Ausbildung von eigentuemlichen Verhaltensweisen kommt, die spaeter nur schwerlich zu korrigieren sind. Auch sollte man sich erkundigen, ob in der Jugendphase eine ausreichende Sozialisation stattgefunden hat. Unbedingt nur Exemplare mit einem Pedigree ueber mehrere Generationen erwerben, damit die genetische Vielfalt beurteilt werden kann. Es wird da viel gemunkelt! 😀

Obwohl Bergbauern als gesundheitlich sehr widerstandsfaehig gelten, sollten sie im Hause gehalten werden. Es reicht nicht, sie in einer einfachen Huette unterzubringen, auch wenn man dazu immer wieder gegenteilige Stellungnahmen hoert.

Drei einfache Mahlzeiten pro Tag, eine davon warm zubereitet, genuegen. Cave! In der ersten Zeit auf keinen Fall Fertigfutter reichen! Ueber einen Fastentag pro Woche streiten sich die Experten. Meiner Meinung nach sollte die Entscheidung darueber dem Halter ueberlassen bleiben.

Kinder im Haushalt stellen normalerweise kein Problem dar, sie sollten aber schon im schulpflichtigen Alter sein. Selbst aeltere Bergbauern entwickeln nach einiger Zeit eine gewisse Zuneigung zu Kindern, weigern sich aber meistens vehement, sie bei ihrem eigentlichen Vornamen zu benennen. Sie scheinen in diesen Faellen nur den Namen Heidi zu kennen.

Eine grosse Freude koennt ihr eurem Bergbauern bereiten, wenn ihr ihn mit Ziegen, Schafen und Kuehen zusammenbringt.

Nach einer ausreichenden Zeit der Gewoehnung an den neuen Lebensraum koennen Bergbauern zu kleinen, kurzen Ausfluegen in die naehere Umgebung des neuen Wohnorts mitgenommen werden. Diese sollten zunaechst auf laendliche Gebiete beschraenkt werden.

Kulturell sollte man Bergbauern nicht ueberfordern. Die Teilnahme am Wiener Opernball duerfte nur fuer einige wenige mit der angemessenen Souveraenitaet durchfuehrbar sein. Gegen gelegentliche Stippvisiten in Dorfdiscos oder auf Schuetzenfesten spricht nichts, vorausgesetzt sie wurden behutsam an laermende Menschenmassen herangefuehrt.

Auch sind Besuche in Gourmetrestaurants nur von den wenigsten zu bewaeltigen. Wenn man sie zur Teilnahme an solchen Aktivitaeten befaehigen moechte, ist ein umfangreiches Trainingsprogramm zwingend erforderlich. Relativ schnell kann man sie schulen, amerikanische Fastfoodtempel in Begleitung zu besuchen, ohne dort negativ aufzufallen. Um dort futtern zu koennen, ohne Schaden zu nehmen, muss allerdings der Magen-Darm-Trakt vorher behutsam an die fuer sie ungewohnte Nahrung gewoehnt werden. Trotzdem – lasst sie nie oefter als 1x im Quartal an dieses Futter! Schliesslich wollt ihr doch lange Freude an eurem Liebling haben.

Apropos – lange Freude: Die Lebenserwartung von Bergbauern kann beachtlich sein, man spricht von ueber 100 Jahren, die erreicht wurden, allerdings nur, wenn die moderne Medizin keinen Zugriff auf sie hatte. (Ulli ist boese! Hinweis: Wir befinden uns immer noch im Satiremodus) 😉 Bergbauern sprechen besonders gut auf Naturheilverfahren an!

Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Mir bleibt nur, euch viel Erfolg bei der Auswahl eures neuen Mitbewohners zu wuenschen. Moege euer Zusammenleben sich harmonisch gestalten. Das gelingt euch zweifellos, wenn ihr meine obigen Hinweise beachtet und versucht, sie moeglichst artgerecht zu halten.

Achtung!
Mit Hunden scheinen sie es allerdings nicht so zu haben. 😉 (siehe Foto) 😉

SATIRE ENDE

PS: Liebe Bergbauern,

auch wenn es oben nicht so klingt und ich alle Klischees bedient habe, ich respektiere eure Arbeit in vollem Umfang, ich weiss, dass ihr einen unschaetzbaren Beitrag zur Landschaftspflege beitragt, dass ihr mit euren speziellen natuerlichen Erzeugnissen eine Bereicherung fuer die Ernaehrung unser Bevoelkerung darstellt, die einen Kontrapunkt zur industriellen Nahrungsmittelproduktion setzt.

Ich habe hohe Achtung vor der koerperlichen Arbeit, die ihr leistet, z.B. bei der Gewinnung von Tierfutter, hohe Achtung auch bezueglich der logistischen Leistung, die erbracht werden muss, um die Ver- und Entsorgung ueber unwegsames Gelaende zu gewaehrleisten.

Auch hoffe ich, dass diejenigen von euch, die ihren Lebensunterhaltserwerb als Berufung verstehen, nicht aus wirtschaftlichen Gruenden gezwungen werden, diese aufzugeben. Egal in welchem Land ihr lebt, eure Arbeit ist es Wert, vom jeweiligen Staat und von der EU subventioniert zu werden!

Und als Letztes: Fredel hat mir da eine Vorlage gegeben, die ich nicht unkommentiert lassen konnte.

Hier noch der oben versprochene Link: Bergbauernhof Hoiser

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7 Responses to “Gewusst wo”


  1. 1 Herr Teddy 8. März 2010 um 08:38

    Wieso ist denn der Text durchgestrichen? Finde jetzt daran nichts Anstössiges oder ähnliches. Im Gegenteil, gute, klassische Satire. Oder hat sich schon ein Bergbauer beschwert?
    Und was ist dieser Bergbauer wirklich, welcher dort im Geschäft angeboten wird?
    Gruß
    Herr Teddy

    • 2 ulli 8. März 2010 um 12:36

      Das Durchstreichen wollte ich als Stilmittel verstanden wissen.

      Da mich allerdings bereits mehrere Leser auf die schlechte Lesbarkeit angeschrieben haben, bin ich zur undurchstrichenen Schreibweise zurueckgekehrt.

      Es hat sich noch kein Bergbauer beschwert.

      Verkauft wird in dem Geschaeft Kaese, Honig, alles was ein Bergbauernhof so hergibt.

      Beachtenswert scheint mir auch der Link am Ende des Artikels.

  2. 3 Soni 8. März 2010 um 10:18

    Der Beitrag ist köstlich :-)) na das hätte ich mal früher wissen müssen, ich habe mir immer einen Bauern gewünscht.

    LG Soni

  3. 5 Renate 10. März 2010 um 12:46

    Ein echter ULLI !!! Mich hauts‘ weg 😀

    Ich bin sicher, dass die Bergbauern eine Riesengaudi haben, wenn sie das lesen. Schade, dass Oberstdorf so weit weg ist. Hätte ja auch gern einen…. Andererseits – so einen Naturburschen im Berliner Hochhaus zu halten (auch wenn Marzahn ja ein Dorf ist, wie die City-Berliner immer sagen), wäre dann wohl doch alles andere als artgerecht…

    Liebe Grüße 🙂

    • 6 ulli 10. März 2010 um 21:04

      @Renate

      Schoen, dass es dich weggehauen hat. 🙂

      Schoen auch, dass du so vernuenftig bist, keinen Bergbauern bei dir aufzunehmen. Sicherlich findest du auch in Marzahn recht urwuechsige Burschen. 🙂

      Leider habe ich noch keine Resonanz von Bergbauern erhalten. 😦


  1. 1 “Pfötchen” war in Oberstdorf! « Oberstdorf Aktuell Trackback zu 7. März 2010 um 09:09

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