Archiv für 24. Mai 2009

Einschraenkungen bei Nahrungsergaenzungsmitteln?

Vorangegangene Artikel zum gleichen Thema:

Europaeische Nahrungsergaenzungsmittelrichtlinie (2002/46/EC)
Verbot von Naturheilmitteln und Homoeopathie?

Definitiv scheint es so zu sein, dass homoeopathische Mittel nicht von einer Aenderung betroffen sind. Die Deutsche Homoeopathie Union (DHU) schrieb mir schon Entsprechendes per e-Mail und ein Rundschreiben, von Mandys Verband, dem FNT, bestaerkte dieses noch einmal. Der FNT beruft sich dort auch auf eine Stellungnahme der Firma Heel. Unten findet ihr die wichtigsten Stellen aus dem Rundschreiben als Zitat:

    (…) Nach einigen Recherchen und unter Zusammenarbeit mit der Firma Heel kann ich euch davon in Kenntnis setzen, dass es sich hierbei wieder um reine „Panikmache“ unter den Tierheilpraktikern handelt.

    Der Gesetzentwurf bezieht sich – wie die Bezeichnung „Codex alimentarius“
    eigentlich auch schon besagt, nur auf Nahrungsergänzungsmittel. Hier soll
    die Höhe der Gesamtmenge an Inhaltsstoffen begrenzt werden. Dies bezieht
    sich in erster Linie auf frei verkäuftliche Vitaminpräparate etc. (…)

Obwohl, auch die homoeopathischen Mittel betreffend hat es schon in der Vergangenheit Einschraenkungen gegeben. So ist zum Beispiel Opium in D6 nicht in deutschen Apotheken zu bekommen, da bis zur D23 noch Opium in stofflicher Form in den Arzneien nachweisbar ist -und das geht natuerlich nicht!

Das waere eine Schlagzeile:

    Tierheilpraktiker fuehrte Chinchilla in Opiumabhaengigkeit.

    Tier wurde in Suchtklinik eingewiesen, Aerzte hoffen, dass es der jugendlichen Chinchilladame, die aus geordneten Verhaeltnissen stammt, nach einem mehrmonatigen Aufenthalt in der Spezialklinik moeglich sein wird, wieder ein geordnetes Leben ohne Drogen zu fuehren.

Bleibt die Frage, was hinsichtlich der Nahrungsergaenzungsmittel geplant ist.

Wenn es nur darum geht, den Gehalt an synthetischen Vitaminen in freiverkaeuflichen Pillen zu beschraenken, so habe ich nichts gegen diese Massnahme.

Es gibt aber auch andere, als Nahrungsergaenzungsmittel deklarierte Praeparate, um die es mir Leid taete.

Nehmen wir ein Beispiel:

Die Besitzerin einer 5-jaehrigen Westfalenstute kam zu mir, um mich um Rat zu fragen. Die Stute hatte eine Harnwegsinfektion, mit starken Schmerzen verbunden, so stark, dass sie in ihrer Not die Boxenwand beinahe zertruemmert hatte. Der herbeigerufene Tierarzt verordnete 12 Ampullen eines Antibiotikums, das auch schnell Wirkung zeigte.

Allerdings, und das war der Grund fuer ihre Anfrage, zeigten sich die Beschwerden, kaum dass 10 Tage vergangen waren, erneut, wieder traten die Schmerzen auf, staendig musste die Stute kleine Mengen Urin absetzen, die Situation wiederholte sich.

„Gibt es da nichts Natuerliches, Beerentrauben oder so?“

Gibt es!

Ein Hersteller von natuerlichen Nahrungsergaenzungsmitteln fuer Tiere bietet in einem seiner Produkte eine spezielle Kombination von Kraeutern an, die genau auf diese Probleme zugeschnitten ist. Mit diesem Produkt habe ich schon Dutzende von Malen erfolgreich gearbeitet. Ich verordnete es fuer einen Zeitraum von drei Wochen und bereits am zweiten Tag waren die Beschwerden verschwunden. Sie hielt den Behandlungszeitraum ein und die Probleme tauchten danach nicht wieder auf.

Fuer mich liegt die Betonung auf natuerlich, mir geht es um natuerliche Inhaltsstoffe, in diesem Fall um Kraeuter, die das Tier in seinem eigentlichen Lebensraum finden wuerde. Die Natur wuerde sie zur Verfuegung stellen, unter der Obhut des Menschen werden sie ihm vorenthalten.

-Gibt’s hier nicht!

Das Tier MUSS das einnehmen, was die Pharmaindustrie beschliesst, dass es einnehmen MUSS.

Wenn nun auch noch verfuegt wird, dass es nur noch pharmazeutische Industrieprodukte einnehmen DARF, stimmt etwas nicht mehr mit unserem Tiergesundheitssystem. Wir sehen es als Tierheilpraktiker als unsere Pflicht an, die Gesundheit der Tiere auf natuerliche Art und Weise zu unterstuetzen und wiederherzustellen. Es waere eine Katastrophe, wenn diese Moeglichkeiten beschnitten wuerden, damit sich Pharmakonzerne auf Kosten der Tiergesundheit bereichern koennen.

In den naechsten Tagen werde ich eine Anfrage mit der Bitte um Stellungnahme an die uns bekannten Hersteller von Nahrungsergaenzern fuer Tiere stellen und hoffe, dass sie sich mit dem Thema schon befasst haben und etwas zur Aufklaerung beitragen koennen.

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