Django auf dem Weihnachtsmarkt

Django ist unser Russischer Schwarzer Terrier. Er ist knapp 11 Monate alt und hat eine Schulterhoehe von 76cm. Und er war mit uns 2 Erwachsenen und 3 Kindern auf dem Weihnachtsmarkt. Ganz selbstverstaendlich, finde ich – wir gehen aus, unser Hund kommt mit.
Der Ausspruch einer Dame, die dort mit ihren Kindern ueberfordert unterwegs war, machte mich dann aber doch selbstreflektorisch nachdenklich.
„Och, der Arme!“
Was tat ich unserem armen Hund da an?
Vor dem Ausflug zum Weihnachtsmarkt waren wir mit Tennisball und Komplett-Rudel zwecks Energieabbau und Exkrementation in der Feldflur unterwegs. Danach brachten wir den Armen nicht nach Hause und beliessen ihn dort, sondern wir nahmen ihn mit in die grosse Stadt, die er schon aus anderen Anlaessen kannte. Auch da bereits nicht nur aus der Kombikofferraumperspektive auf der Durchreise und im Parkhaus, sondern als Teilnehmer am Innenstadtleben.
Jetzt also das Ganze! mit Beleuchtung, noch mehr Eindruecken(Favorit war das Kinderkarussell mit den Schaukelpferden), Sound, Geruechen, Menschen, und -anderen Hunden.
Django fand es interessant, war aber trotzdem so entspannt, dass er sich, umrundet von seinem Rudel und somit sicher vor Fussabdruecken anderer Passanten, beim obligatorischen Bratwurstessen in unserer Mitte lang ausstreckte.

Ich denke, er fuehlte sich nicht wie ein armer Hund, lasse aber gerne anderen Meinungen ihren Platz.

Nachtrag:
Er hat allerdings auch ein hartes Training hinter sich – was das Tolerieren von Laerm angeht.

Laermkonditionierung

10 Responses to “Django auf dem Weihnachtsmarkt”


  1. 1 Britta 9. Januar 2009 um 14:35

    Hallo
    jetzt komm ich endlich mal dazu hier ein wenig zu stöbern, da ich Django ja schon persönlich kennengelernt hab bin ich davon überzeugt das den „Kleinen“ so schnell nichts erschüttern kann 😉
    Große Hunde (meine Dobis) sind im allgemeinen für die Menschheit entweder schlicht weg gefährlich oder die armen Hunde wenn ich mit ihnen in der Öffentlichkeit auftrete halte das aber für totalen Quatsch
    Jeder möchte gut sozialisierte Hunde sehen und wenn man dann mit den Großen mal auftaucht ergreifen sie die Flucht
    Wenn Django ein Armer Hund ist muss ich mich outen und meine gehören auch zu die Kategorie Hund

    Lg Britta

  2. 2 ulli 9. Januar 2009 um 21:10

    Django wird draussen praktisch nie als gefaehrlich angesehen. Im Gegenteil: „Oh, guck mal, ist der niedlich!“

    Naja, niedlich?! okay, eigentlich schon.

    Von allen Seiten wird er angegrabbelt, meistens von hinten, weil er ja vorne soo niedlich ist, aber da einen so grossen Kopf hat.
    Ehrlich jetzt, unter Zeugen: Zwei Passanten haben sich mit ihm ablichten lassen! 🙂
    Umsonst, wir sind ja nicht so.

    Ich hoffe, du stoeberst auch weiterhin ein bisschen bei uns.

  3. 3 Torsten (taxi-blog.de) 12. Januar 2009 um 02:09

    Also, Ulli, sooo schlecht spielst Du ja nun auch nicht Gitarre!

    Oder hast Du etwa auch noch gesungen? 😀

    • 4 ulli 12. Januar 2009 um 10:02

      @Torsten

      ‚Oder hast Du etwa auch noch gesungen?‘

      Ja, das war der eigentlich schwierige Teil, weil sein empfindliches Hundegehoer solchen Herausforderungen nicht gewachsen schien.
      Zuerst verkroch er sich immer unter dem Sessel. Wir haben dann, wie in ‚Feuerwerk‘ beschrieben, ganz vorsichtig mit einer Note angefangen, haben uns ueber einen Takt, eine Strophe, weiter bis zu einem Gesamttitel vorgearbeiteamt. Inzwischen haelt er einen ganzen Konzertabend aus.

      Beim ‚Holzmichel‘ faellt er allerdings immer noch vom Hocker, kann sich dann aber berappeln und verlaesst, trotz Befehl ‚Bleib‘ fluchtartig den Raum. 😉
      Ich lasse das jetzt sein, habe in diversen Tierschutz-Foren gelesen, dass laut internationaler Tierschutzkonvention das Absingen des ‚Holzmichels‘ mit dem Einziehen der Gitarre bestraft wird. Das Tier wird ebenfalls eingezogen und dann in einer Patenfamilie untergebracht.

  4. 5 sunny 30. Januar 2009 um 17:48

    oh weh der holzmichel,ja da würd ich mich auch unter dem sofa verkriechen,grinsle

  5. 6 Billigflug 13. Februar 2009 um 16:04

    Also, Ich denke das dein Hund nicht überfordert war oder sonst irgendwie überlastet. Hunde sind Rudeltiere, er kennt die Umgebung, und wird sich sicherlich an diese erinnern, auch in Dunkelheit… Ok, blinkende Lichter können schon verwirrend sein, aber das er sich ausstreckte zeigt doch das er sich sicher fühlte. Ich glaube für einen Hund ist es schrecklicher allein Zuhause zu sein. So ein Tier braucht die Gesellschaft und hat durchaus genug Reserven um einen anstrengenden Tag durchzustehen. Und falls die Erschöpfung doch zu groß wird, gibt es ja noch Urlaub der auch „Hund-Kompatibel“ ist. LG

  6. 7 ulli 15. Februar 2009 um 23:14

    @ Billigflug

    „Und falls die Erschöpfung doch zu groß wird, gibt es ja noch Urlaub der auch “Hund-Kompatibel” ist.“

    Ueber deinen Eintrag haette ich mich noch mehr gefreut, wenn du diesen letzten Satz als besonderen Hinweis auf die eigentliche Funktion dieses Werbekommentars weggelassen haettest.
    Unsere Leser sind allesamt intelligent genug, den anklickbaren Namen „Billigflug“ in einem Tier-Blog mit entsprechender Werbung zu verbinden. :mrgreen:

    Werde mir noch Gedanken darueber machen muessen, wo ich in Zukunft die Grenzen setze. Anerkennenswert ist, dass du wirklich auf den Artikel eingegangen bist.

    LG, Ulli

    PS: Fuer Django und uns kommt ein „gemeinsamer“ Flug nicht in Frage, 76cm Schulterhoehe und 50kg Lebendgewicht im Frachtraum in einer Kiste untergebracht und wir oben im Fliegersessel geht gar nicht – fuer keinen von uns.

  7. 8 Soni 2. Juni 2009 um 23:36

    Wow ist das ein Prachtkerl. Wenn man seinen Hund gut einschätzen kann, weiß man auch was Stress für ihn ist und was nicht. Das ist von Hund zu Hund sehr unterschiedlich.

    Mit Mika könnte ich sowas niemals machen. Mein Rühr-mich-nicht-an würde sich in so einer Menschenmenge sehr unwohl fühlen und braucht auch immer Distanz zu fremden Menschen. Als Herdenschutzhundmix ist er nicht für die Stadt geboren.

    Für den Vorgänger von ihm (Bac war ein Flat Coated Retriever und liebte alle Menschen und viel Rummel) war es jedes Mal ein Fest, wenn er zu solchen Veranstaltungen durfte, er fand das total klasse – je mehr Menschen desto besser 🙂

    LG Soni

    • 9 ulli 9. Juni 2009 um 09:57

      Danke fuer den „Prachtkerl“. Er war jetzt auch mit auf den Fuerstenauer Tiertagen und war dort im wahrsten Sinne des Wortes gern gesehen. Das gipfelte darin, dass er fuer ein Foto mit Niedersachsens Landwirtschaftsminister Ehlen angefordert wurde.

      Am naechsten Tag konnte man dann Django und Hans-Heinrich in der Presse bewundern. 😉

      Es waren aber auch Hunde da, die von den Menschenmassen und Artgenossen, sowie allen anderen Eindruecken ueberfordert waren.

      Wie du schon schreibst: Jeder Hund ist anders, bei Menschen ist es aehnlich. Letztendlich traegt aber immer der Besitzer die Verantwortung dafuer, was er seinem Tier zumuten kann.


  1. 1 Gesundheit auf vier Beinen in Bad Lippspringe « Pfoetchen-Blog Trackback zu 17. April 2009 um 09:41

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